Die Folgen der Agrarpolitik

Der Obmann der Landwirtschaftskammer Reutte, Franz Kögl (v.l.), Michaela Suitner vom Weltladen Reutte, der AbL-Geschäftsführer Gerhard Finger, Bürgermeister Markus Eberle, der auch Obmann des Landschaftspflegevereins Tannheimer Tal ist, Caroline Winklmair vom Landschaftspflegeverein Tannheimer Tal und Bürgermeister-Stellvertreter und Obmann-Stellvertreter der Landwirtschaftskammer Reutte, Harald Kleiner, bei der Eröffnung der Ausstellung „Mensch Macht Milch”. F: Skelac

Die Fotoausstellung „Mensch Macht Milch“ im Felixé Mina´s Haus in Tannheim hat kürzlich der Obmann des Landschaftspflegevereins, Bürgermeister Markus Eberle, eröffnet. Darin dokumentiert der Hamburger Fotograf Fred Dott den Alltag und die Arbeit der Milchbauern. Außerdem zeigt er welche Folgen die Agrarpolitik in Europa und auch in Entwicklungsländern haben kann. Die Ausstellung können Interessierte noch bis zum Donnerstag, 13. September, besuchen.

Die Kleinbauern sind das Rückgrat der Welternährung. Denn sie produzieren den Großteil der Nahrung. Dennoch setzt die EU-Agrarpolitik vor allem auf Kostenreduzierung und Industrialisierung und fördert so indirekt beispielsweise die Massentierhaltung mit gentechnisch veränderten Futtermitteln aus Übersee. In seiner Fotoausstellung „Mensch Macht Milch“ zeigt Fred Dott die Arbeit der Milchbauern und die Folgen der Agrarpolitik in Europa. Bei der Eröffnung der Wanderausstellung erklärte der Bezirksobmann der Landwirtschaftskammer Reutte, Franz Kögl, und sein Stellvertreter, Harald Kleiner, die Situation in Tirol und besonders im Tannheimer Tal. Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL), Gerhard Finger, gab anschließend einen kurzen Einblick in die Entstehung und den Inhalt der Ausstellung. Zudem berichtete Michaela Suitner über die globale Handelspolitik und den Weltladen Reutte, der ausschließlich Fair Trade-Produkte zum Verkauf anbietet. Der, die Käserei Biedermann und der Bauernladen Tannheim haben außerdem das Buffet zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Ausstellung hielt nur drei Tage später Susanne Schwärzler aus Kempten einen Vortrag. Unter dem Titel „Die Milch, die Kuh und ihre Hörner“ zeigte die Demeter-Bäuerin, wie sich Enthornung und Fütterung auf die Kuh, die Milch und schließlich auf die Menschen und deren Lebensqualität auswirken. Ihr Fazit lautete: Die Kuh braucht ihre Hörner und einen hohen Anteil an Rauhfutter. Dadurch produziert sie eine Milch, die reich an Vitaminen, ungesättigten Omega-3/6/12-Fettsäuren sowie dem Milchzucker spaltenden Enzym Lactase ist. Auf Lactasetabletten und andere Präparate könnte man so häufiger verzichten. Auch würden wohl seltener Menschen an Milcheiweißallergien sowie Milchzuckerunverträglichkeiten leiden, erklärte Schwärzler. Die Wanderausstellung „Mensch macht Milch“ läuft in Tannheim noch bis zum Donnerstag, 13. September. Interessierte können die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Felixé Mina’s Haus am Dienstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr, am Mittwoch von 9 bis 12 Uhr und am Samstag von 10 bis 13 Uhr besuchen.

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