Lösung für Füssener Theresienhof in Sicht

Verhandlungen mit möglichem Nachmieter für Füssener Miller&Monroe-Filiale laufen

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Wer wird Nachfolger von Miller&Monroe im Füssener Theresienhof. Derzeit verhandelt der Insolvenzverwalter mit drei Groß-Unternehmen.

Stuttgart/Füssen – KiK, Tedi oder Woolworth? Auch eine Woche nach Schließung der Miller&Monroe-Filiale im Theresienhof ist unklar, wer dort Nachmieter der Pleite gegangenen niederländischen Modekette wird.

Derzeit verhandle Insolvenzverwalter Jochen Sedlitz mit einem der drei eingangs genannten Einzelhandelsunternehmen über einen Mietvertrag, teilte die Kanzlei Menold Bezler am Donnerstag auf Anfrage des Kreisbote mit. Um welches es sich dabei handelt, blieb zunächst offen. 

Aktuell sei noch kein Mietvertrag abgeschlossen, ließ Wirtschaftsjurist Pascal Mangold von der Stuttgarter Kanzlei Menold Bezler am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung verlauten. „Es wird derzeit noch mit einem der benannten Unternehmen verhandelt.“ Näheres könne er erst nach Abschluss eines Mietvertrages mitteilen. 

Verfahren eröffnet

Mit einem „der benannten Unternehmen“ sind einer Pressemitteilung vom Mittwoch zufolge KiK, Tedi oder Woolworth gemeint, mit denen Insolvenzverwalter Jochen Sedlitz derzeit über eine Übernahme der rund 160 Miller&Monroe-Filialen in Deutschland verhandelt. Grund dafür ist, wie bereits im Kreisbote ausführlich berichtet, die Insolvenz der Vidrea Deutschland GmbH, ein Tochterunternehmen der niederländischen Victory & Dreams Gruppe und Betreiberin der Miller&Monroe-Filialen in Deutschland.

Das Insolvenzverfahren über Vidrea Deutschland wurde am 1. Juni eröffnet. Eine Fortführung der Miller&Monroe-Filialen sei wirtschaftlich undenkbar gewesen, heißt es dazu in der Mitteilung des Insolvenzverwalters weiter. Lösung sei nun „eine in der Umsetzung befindliche Vereinbarung“ zwischen Sedlitz und den Firmen KiK, Tedi und Woolworth, die für möglichst viele der aufgegebenen Miller&Monroe-Filialen einen eigenen Mietvertrag abschließen und deren Mitarbeiter übernehmen wollen. Von der Pleite betroffen sind etwa 1500 Mitarbeiter. 

Für etwa die Hälfte der Ex-Miller&Monroe-Läden stehe aber bereits fest, dass keiner der drei Einzelhandelsriesen sie übernehmen wird. Hier werde über die Vidrea-Muttergesellschaft versucht, Mietverträge zu erhalten und Mitarbeiter zu übernehmen. Gleiches gelte für andere Nachmieter der aufgegebenen Läden. „So konnten wir bspw. für eine Filiale die Vereinbarung mit einem Sportgeschäftebetreiber treffen, den Mitarbeitern ebenfalls Arbeitsplatzangebote zu machen“, erläuterte Sedlitz.

Matthias Matz

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