Ausschuss segnet Nutzungsänderng für Spitalgasse ab

Grünes Licht für Kita-Räume

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Im zweiten Obergeschoss der Spitalgasse 8 sollen ab 1. September Kinder in zwei Gruppen betreut werden.

Füssen – Bei den Kindergartenräumen in der Spitalgasse ist die Stadtverwaltung einen Schritt weiter: Der Bauausschuss genehmigte jetzt einstimmig die Nutzungsänderung, damit in den ehemaligen Büro-/Praxisräumen künftig Kinder betreut werden können.

Diese sollen hier nur so lange unterkommen, bis der neue AWO-Kindergarten im Weidach fertig ist (der Kreisbote berichtete mehrfach). Und dieses Bauvorhaben soll möglichst schnell umgesetzt werden, drängte Ursula Lax (CSU). Denn die Unterbringung der Kinder in der Spitalgasse „ist nicht optimal“, so Lax. Damit überhaupt ein oder auch zwei Kindergartengruppen in die Spitalgasse einziehen dürfen, muss nicht nur die Nutzung geändert werden. Die Stadt muss auch umbauen.

Aus brandschutztechnischen Gründen braucht das Gebäude einen zweiten Fluchtweg. Deshalb möchte die Stadt eine sogenannte Gerüsttreppe errichten, erklärte Bauamtsleiter Armin Angeringer den Stadträten. „Sie kann nach dem Auszug wieder abgebaut werden.“ Daneben verlange das Landratsamt Ostallgäu einen Stellplatzmehrbedarf. Wegen der zwei zusätzlichen Stellplätze müsse die Stadt noch mit der Spitalstiftung reden, so Angeringer.

Außerdem brauche die Stadt noch kindgerechte Möbel, sagte der Rathauschef. „Die können aber dann im neuen Kindergarten verwendet werden“, so Iacob. Stadträtin Dagmar Rothemund (SPD) hatte allerdings Zweifel, ob das auch reicht. Schließlich müssten die Sanitäranlagen auch kindgerecht sein. Man werde das so bauen, „dass das für den Interimszeitraum ausreicht“, sagte Iacob. Und auch die Parkplatzsituation hielt er auf Rothemunds Einwand für ausreichend. Zwar gebe es keine Parkplätze direkt vor Ort, aber Eltern könnten hier eine begrenzte Zeit halten. „Das reicht, um die Kinder abzuge ben.“ 

Einzige Möglichkeit

Außerdem gebe es einen Garten, in dem die Kinder spielen können. Schließlich war das das Familienzentrum. „Das ist die einzige Möglichkeit“, die Kinder unterzubringen, bekräftigte der Rathauschef. Von dem vielen Nachwuchs sei die Stadt überrascht worden. „Von der Vorhersage war es nicht so, dass plötzlich so viele Kinder in Füssen sind.“ Iacob macht Druck „Das ist eine Lösung, die wir akzeptieren müssen“, meinte auch Lax. Aber: „Sie soll kurz sein.“ Denn sie sei nicht optimal. Die Stadt werde im neuen Baugebiet im Weidach „so schnell wie möglich“ arbeiten, versprach Iacob. 

In dem Zusammenhang wünschte sich Dr. Christoph Böhm (CSU), dass bei städtischen Bauprojekten künftig Füssener Architekten involviert werden. Das sei hier aber nicht möglich gewesen, erklärte Iacob. Beim Kindergarten gehe es „um die schnelle Zeit“. Die jetzige Architektin kenne sich mit den speziellen gesetzlichen Regelungen für Kindergärten aus. „Sie muss sich nicht noch nach den Gesetzen erkundigen. Die sind ganz anders als bei Wohnhäusern oder Gaststätten.“

kk

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