Ergebnisse der Studie sind "extrem interessant!"

Füssener Innenstadtuntersuchung: Konflikte müssen gelöst werden

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Der Magnuspark rückt als möglicher zweiter Schwerpunkt der Stadt zunehmend in den Fokus der Debatte.

Füssen – „Die Ergebnisse spiegeln eigentlich wider, was wir schon wissen.“ Wenig überrascht über die Kernaussagen der Untersuchungen zur Innenstadt äußerte sich Werbegemeinschaft-Vorsitzender Alexander Mayerhofer.

Ziel müsse nun sein, die Interessen der Einheimischen und Touristen zukünftig gleichermaßen zu berücksichtigen. Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Paul Iacob (SPD). Iacob sprach im Sparkassensaal von einer „ungeheuren Erkenntnis, wie Einheimische und Gäste über unsere Stadt denken.“ Auf dieser Basis gelte es nun Ideen und Konzepte für die Zukunft zu entwickeln. Eines der Hauptziele dabei: „Wir müssen Einheimische und Gäste irgendwie zusammenbringen“, appellierte er. Einzelhandel und Gastronomie müssten für die Füssener wieder attraktiver werden, so Iacob weiter.

Mehr Parkplätze

Bestätigt in seiner Einschätzung und seiner Forderung nach einem eigenständigen Stadtmarketing sieht sich dagegen Alexander Mayerhofer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. „Das sind die Themen, die wir die ganze Zeit ansprechen“, sagte er gegenüber dem Kreisbote. Denn eigentlich sei die Innenstadt gut aufgestellt. Aber das Potenzial müsse eben auch voll ausgeschöpft werden. 

Wichtig dafür sei unter anderem ein besseres Parkkonzept. „Da ist Verbesserungspotenzial“, sagte er. In diesem Zusammenhang sei der Magnuspark „ein Riesenthema“. Denn durch dessen Weiterentwicklung und Aufwertung könnten die Besucherströme entzerrt und besser verteilt werden. Auch er sehe die Notwendigkeit, die Interessen von Füssenern und Auswärtigen zusammen zu führen. „Wir brauchen einen guten Mix für Touristen und Einheimische. Das haben wir in den letzten Jahren etwas brach liegen lassen.“ 

Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier bezeichnete die vorgestellten Ergebnisse gegenüber dieser Zeitung als „extrem interessant!“ „Richtig spannend wird es aber natürlich erst dadurch, was wir in den nächsten Schritten daraus machen“, sagte er. Themen seien vor allem Parkplätze zusätzliche im Süden oder Osten der Stadt , die Sperrung der Ritterstraße für den Verkehr oder die Weiterentwicklung der „Lechachse“. 

Die Bewertungen des Einzelhandels, der Gastronomie und des Tourismus seien im Durchschnitt zwar ordentlich, zeigten aber auch Handlungsbedarf. Ernst nehmen müsse man den Eindruck einer überlaufenen Stadt in der Hauptsaison. Einfache Lösungen gebe es hier jedoch keine. „Der Gast ist sehr autonom in seinem Reiseverhalten und lässt sich nicht einfach so steuern, wie uns dies in die Belegungs- oder Verkehrssituation passt“, erklärte Fredlmeier. 

Eine räumliche Entzerrung wie von Prof. Dr. Alfred Bauer vorgeschlagen, könnte hier selbst bei gleich hoch bleibenden Besucherzahlen Abhilfe schaffen. „Ich bin gespannt, was final an Maßnahmen entwickelt und umgesetzt wird“, so Fredlmeier abschließend.“

mm

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