Gute Laune trotz Einschränkungen

Forggensee-Schifffahrt startet unter strengen Auflagen in die neue Saison

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Viel zu sehen: Das bekommen die Passagiere zum Start der diesjährigen Forggensee-Schifffahrt, der am Pfingstmontag stattfindet. Hier passiert das Schiff bei seiner Rundfahrt das „Ludwigs Festspielhaus“.

Füssen – Am Pfingstmontag hieß es pünktlich um 10 Uhr „Leinen los!“ am Bootshafen, als die MS „Füssen“ zu ihrer Jungfernfahrt der diesjährigen Saison in See stach. Eine halbe Stunde später legte auch die MS „Allgäu“ zu ihrer ersten Fahrt in diesem Jahr ab – ebenfalls unter strengen Auflagen wegen der Corona-Krise.

So machte sich die von den Kapitänen Mike Wegner und Manfred Unsin gesteuerte, 38 Meter lange und fast neun Meter breite „Füssen“ nur mit etwa 100 Passagieren auf ihre zweistündige große Rundfahrt durch den Stausee. Ohne die Beschränkung der Zahl der Fahrgäste hätte das Schiff nicht ablegen dürfen (der Kreisbote berichtete ausführlich). 

Gleiches gilt für die mit 26 Metern Länge lange und sechs Metern Breite deutlich kleinere MS „Allgäu“, die nur 75 Passagiere an Bord gehen lassen darf, um die Abstände zwischen den Gästen auf der etwa12 Kilometer langen Tour einhalten zu können. „Langsamer als sonst“, kommentierte Kapitän Harald Keller das Tempo, der seinem Kollegen Rudolf Wörle dabei über die Schulter schaute, wie er die „Allgäu“ gemütlich mit nur rund 6,5 Knoten Geschwindigkeit zunächst in Richtung Waltenhofen am Schwangauer Seeufer steuerte. 

Legt das Schiff hier unter normalen Bedingungen regelmäßig einen kurzen Zwischenstopp ein, fällt dieser wegen der derzeit geltenden Regelungen aber ebenso aus, wie alle anderen Aufenthalte und Zustiegs- beziehungsweise Ausstiegsgelegenheiten für die Passagiere. Mit zudem auf maximal 75 anstatt der sonst üblichen Höchstzahl von 200 Gästen an Bord schipperte die „Allgäu“ so unter anderem bei perfekten äußeren Bedingungen an den Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau sowie in Sichtweite von Säuling und Tegelberg vorbei. 

Auf Höhe Brunnen ging es dann wie gewohnt langsam in Richtung des anderen Ufers, wo Wörle die Bootsanlegestellen Dietringen, Osterreinen und „Ludwigs Festspielhaus“ ansteuerte, denen das Schiff jedoch gleichfalls nicht allzu nahe kam. 

Begeisterte Gäste

Die etwa 50 Passagiere an Bord des Forggensee-Dampfers bekamen bei dieser ersten Fahrt über den See in diesem Frühsommer trotzdem viel zu sehen und hatten „viel Spaß“, wie ein Paar aus Göppingen am Ende der kleinen Rundfahrt betonte. Passagier Wolfgang Gayer aus Heilbronn fand hingegen „alles super“, während seiner zehnjährigen Enkelin Pailin ihre allererste Rundfahrt über Deutschlands größten Stausee „sehr gut gefallen“ hat.

lex

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