Halblech erhält Auszeichnung für seine Forstarbeit und den Naturschutz

Halblech erhält Waldpreis

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Halblechs Bürgermeister Johann Gschwill (v.r.) mit seinem Stellvertreter Hanspeter Kirsten und Jörg Großer freuen sich mit Waldprinzessin Manja Rohm über den Preis.

Füssen – Zum fünften Mal haben jetzt die Forstbetriebsgemeinschaften des Ostallgäus den VR-Waldpreis im Landkreis Ostallgäu und Kaufbeuren verliehen. Der ging heuer auf kommunaler Ebene an Halblech und Buchloe. Bei den Privatbesitzern hatte Gerhard Limmer aus Kaufbeuren die Nase vorn.

Das „Lebenselexier Wald“ bedeckt rund ein Drittel der Fläche im Ostallgäu. Wälder erhalten Arbeitsplätze im ländlichen Raum, schaffen Lebensräume für Tiere und Pflanzen und bieten Erholungsraum für die Bevölkerung. Über 4300 Waldbesitzer, denen 26.000 Hektar gehören, vertreten damit einen Großteil der privaten und körperschaftlichen Waldflächen im Ostallgäu. Um diese Leistungen zu würdigen, verleihen die Forstbetriebsgemeinschaften des Ostallgäus und die kreisfreie Stadt Kaufbeuren einen Waldpreis. Er wird seit 2007 für eine erfolgreiche Umsetzung von Naturschutz und Forstwirtschaft vergeben. 

Als Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Füssen appellierte Peter Paulsteiner an die Politik, den Waldbesitzern mehr Mut und Vertrauen zuzubilligen. „Denn wir wissen das Richtige zu tun – mir brauchet koane weiteren Gesetze, weil es isch ‚eiser’ Wald”, stellte er fest. 

Als Moderator wies Forstdirektor Robert Berchtold darauf hin, dass im Allgäu 50.000 Hektar von rund 12.000 Waldbesitzern bewirtschaftet werden. „Man sollte sich die Leistung der Besitzer, auf privater oder kommunaler Ebene und ihren Wert für die Gesellschaft durchaus bewusst machen“, sagte er. Berchtold wies auf die Bewertungskriterien für die Preisvergabe hin, die von nachhaltiger Nutzung, über naturverträgliche Maßnahmen bis hin zur Einhaltung der Zertifizierungsvorgaben reichen. 

Forstberater FR Harald Husel, betonte, dass es den Juroren nicht leicht gefallen war, die Sieger zu bestimmen, nachdem sie die Waldgebiete begutachtet hatten. Dennoch sei er überzeugt davon, eine gute Wahl getroffen zu haben. 

Schirmherrin Europa-Abgeordnete Ulrike Müller (FW), die Bergwaldbesitzerin ist, betonte die EU-weite Bedeutung der Forstwirtschaft. Direkt mit dem Wald und dem davon abhängigen Gewerbe, seien 3,5 Millionen Arbeitsplätze in 450.000 Betrieben verbunden. Es sei ihr ein Bedürfnis, im Europaparlament den Herausforderungen die Stirn zu bieten. „Grundbesitz und Eigentum müssen vorrangig geschützt werden.” ed

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