Betroffene sollten sich Hilfe von Profis holen

Ideales Brutmaterial für Borkenkäfer

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Revierleiter Frank Kroll (links) vom Forstrevier Kaufbeuren West und Forstdirektor Stephan Kleiner, Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kaufbeuren, begutachten Schneebruchschäden bei Irsee.

Füssen – Heftige Schneefälle im Januar haben ihre Spuren in den Wäldern im Ostallgäu hinterlassen. „Die enormen Schneemengen in diesem Winter haben erheblichen Bruchschäden vor allem an den Fichten in allen Altersklassen verursacht“, erklärt Forstdirektor Stephan Kleiner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kaufbeuren.

Er empfiehlt, die Schäden so bald wie möglich zu beseitigen. Häufig sind es einzelne Kronen, die unter der Schneelast abgeknickt sind, so das AELF. Es gibt aber auch flächige Schäden, vor allem in den Jungbeständen. 

Forstdirektor Kleiner empfiehlt, die Schäden so bald wie möglich zu beseitigen und die gebrochenen Stämme aus dem Wald zu schaffen. Dabei sollten zuerst die Einzelbrüche aufgearbeitet werden. „Gerade die Einzelbrüche bereiten uns große Sorgen. Denn die geschädigten Bäume sind das ideale Brutmaterial für den Borkenkäfer“, ergänzt Revierleiter Frank Kroll vom Revier Kaufbeuren West. Häufig werden einzelne Brüche übersehen oder die Schäden werden nicht beseitigt, da diese sich nicht lohnen. Aber dann bieten sich nach Angaben der Behörde im ganzen Landkreis ideale Bedingungen für eine weitere Massenvermehrung der Borkenkäfer.

In den vergangenen beiden Jahren hat sich bereits eine sehr hohe Borkenkäferpopulation aufgebaut, so das AELF. „Werden die geschädigten Bäume nicht beseitigt, bekommen wir im ganzen Landkreis ein riesiges Borkenkäferproblem”, warnen die Förster. Hinzu kommt, dass die Wälder nach wie vor durch die Trockenheit und Hitze des vergangenen Sommers geschwächt sind. 

Bei der Aufarbeitung ist aber Vorsicht geboten, da zum Beispiel gebrochene Kronenteile sich in Nachbarbäumen verfangen haben und bei der Fällung herabfallen. Bei schwierigen Verhältnissen sollten die Profis der Forstbetriebsgemeinschaften und anderer Dienstleister beauftragt werden. Beratung und Unterstützung erhalten die Waldbesitzer bei den Revierleitern des AELF KJaufbeuren.

kb

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