Von Familienproblemen bis hin zur Berufsplanung

Frauenlandesrätin Fischer besucht Beratungsstelle "BASIS" - Psychische Gewalt nimmt zu

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Frauenlandesrätin Gabriele Fischer in Gespräch mit den BASIS-Mitarbeiterinnen Gabriele Schick (v.l.), Geschäftsführerin Evelyn Mages und Klaudia Henn-Meßmer.

Reutte – Nachdem sie bereits dem Kinderschutzbund in Reutte einen Besuch abgestattet hatte, schaute die Frauenlandesrätin Gabriele Fischer auch bei der Frauen- und Familienberatungsstelle „BASIS” in Reutte vorbei. Dabei erfuhr die Landesrätin, dass das Thema psychische Gewalt stark zunimmt.

Was vor 22 Jahren als Frauenberatungsstelle mit Schwerpunkt auf Berufsberatung und Wiedereinstieg ins Berufsleben begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre weiter. Mittlerweile bearbeiten die Mitarbeiter in der Beratungsstelle die unterschiedlichsten Problemstellungen. 

„Die Themen reichen von Familien- und Partnerschaftsproblemen wie Scheidung, Obsorge und Unterhalt über persönliche Krisen bis hin zu Fragen der Berufs- und Lebensplanung“, berichtete Geschäftsführerin Evelyn Mages. 

„Beunruhigend ist dabei, dass in den Beratungsgesprächen das Thema psychische Gewalt stark zunimmt“, sind sich die BASIS-Beraterinnen Gabriele Schick und Klaudia Henn-Meßmer einig. Diese werde in den Beratungsgesprächen immer präsenter und sei die vorherrschende Form der Gewalt. Doch gerade psychische Gewalt sei nur schwer zu fassen, da seelische Wunden – im Gegensatz zu körperlichen – nicht unmittelbar sichtbar sind. 

Für den Tiroler Gewaltschutzplan „Sozialer Nahraum“ wird derzeit die IST-Situation in Tirol hinsichtlich Gewaltprävention und Gewaltschutz erhoben, wobei auch psychische Gewalt ein Aspekt ist, informierte die Frauenlandesrätin. 

Gewaltprävention im Fokus 

Basierend auf dieser Evaluation sollen Handlungsempfehlungen und weitere Maßnahmen entwickelt werden. „Bereits jetzt legen wir seitens des Landes einen besonderen Fokus auf Gewaltprävention – insgesamt wurden die jährlichen Förderungen für den Budgetposten Gewaltprävention in den vergangenen zwei Jahren um über 75.000 Euro erhöht“, berichtete Frauenlandesrätin Gabriele Fischer. Frauen- und Mädchenberatungsstellen – darunter „BASIS” – werden mit jährlich insgesamt über 205.000 Euro gefördert, fügte Fischer hinzu. 

Diese tragen maßgeblich zur Gewaltprävention und zum Opferschutz bei, indem sie neben anderen Beratungsthemen wie berufliche Neuorientierung und Existenzsicherung auch Beratung im Falle von Gewalt anbieten, so Fischer. „Wir schauen darauf, was die Menschen – insbesondere die Frauen – im Bezirk brauchen und überlegen uns, was BASIS leisten kann“, betonte Geschäftsführerin Evelyn Mages. Dazu werde auch eng mit den verschiedensten Institutionen, Organisationen, Ämtern, Vereinen sowie Ärztinnen und Ärzten im Außerfern zusammengearbeitet.

kb

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