Freie Fahrt in Nesselwang

„Straßen verbinden", hatten beide Pfarrer anlässlich der offiziellen Eröffnung der Ortsdurchfahrt Nesselwang zur Zillhalde betont. Dies trifft für das knapp 600 Meter lange Straßenstück im Nesselwanger Norden wirklich ganz besonders zu; können nun endlich auch Fuß- gänger und Radfahrer ungefährdet die Zillhalde erreichen.

Der bisherige Fußweg war, laut Bürgermeister Franz Erhart, für Radfahrer unpassierbar und im Winter viel zu gefährlich gewesen. So hatten dann auch die Bauarbeiten an dem vom Landkreis Ostallgäu und dem Markt Nesselwang neu ausgebauten Streckenabschnitt der Kreisstraße OAL 23 bei den betroffenen Anliegern einhellige Zustimmung gefunden. Auch Landrat Johann Fleschhut war begeistert vom gelungenen Werk. Bevor er den „aus verkehrstechnischer Sicht wichtigen Streckenteil der Kreisstraße" seiner Bestimmung übergab, bedankte er sich bei den zahlreich erschienenen Anwohnern für ihr Verständnis im Vorfeld und während der Baumaßnahme. Als der Landkreis die ehemalige Staatsstraße vor einigen Jahren übernommen habe, sei die Maßgabe gewesen, dass man einen eventuellen Ausbau selber finanzieren müsse. Die Entscheidung für einen sukzessiven Ausbau der Straße sei aber richtig gewesen, zumal 80 Prozent (%) staatliche Fördermittel zugesagt worden seien. „Wir brauchen leistungsstarke Straßenverbindungen für die Mobilität im ländlichen Raum und die wirtschaftliche Erschließung", so der Kreischef, „dürfen dabei aber natürlich nicht die Schonung unserer Umwelt außer Acht lassen.“ Der Radwegebau sei übrigens im Landkreis ein wichtiges Thema, da er die Sicherheit der Bürger erhöhe. Die Baumaßnahme an der Zillhalde habe die ausführenden Firmen vor große Herausforderungen gestellt bezüglich Funktionalität und Optik. Mit einem Kostenaufwand von 765000 Euro sei das Ziel des Landkreises, Straßen leistungsstark, menschen- sowie umweltschonend und dabei so sicher wie möglich zu bauen, optimal erreicht worden. Ausdrücklich bedankte sich Fleschhut dafür bei den ausführenden Firmen und dem Tiefbauamt mit Wolfgang Kühnl. Nesselwangs Bürgermeister Franz Erhart gab seiner großen Freude und Genugtuung darüber Ausdruck, dass „dieses steile Straßenstück" nun endlich der Öffentlichkeit übergeben werden könne. „Wir setzen hier einen Meilenstein und ermöglichen Fußgängern und Radfahrern eine gefahrlose Straßenbenutzung". Wer den alten Zustand gekannt habe, könne es manchmal gar nicht glauben, dass hier ein so tolles Werk gelungen sei. Angesichts der großen Bedenken und sehr emotionalen Diskussionen in der Planungsphase hätten sich viele Bürger gefragt: „Geht das dort überhaupt?“ Beim Bau habe dann die Firma Lässer mit Polier Klaus Karl allen Schwierigkeiten getrotzt und etwas geschaffen, was große Anerkennung verdiene. Firmenchef Ehrenfried Lässer lobte die gute Zusammenarbeit mit Behörden und Anwohnern bei den Bauarbeiten. „Es war eine ziemlich schwierige Arbeit, ich bin froh, dass es keinen Unfall gegeben hat". Bevor Landrat und Bürgermeister unter Assistenz der beiden Trachtenkinder Michaela und Daniel auf der neuen Straße zur Freigabe symbolisch ein Band zerschnitten, segneten die Pfarrer Heribert Stiegler und Thomas Weinmair das Werk.

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