Mehrere Partner mit ins Boot holen

Freie Wähler fordern Lehrschwimmbad in Füssen

Schwimmbad
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Die Freien Wähler Füssen fordern ein Lehr- und Wettkampfschwimmbad in Füssen zu bauen.
  • Katharina Knoll
    VonKatharina Knoll
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Füssen- Die Freien Wähler fordern ein Lehr- und Wettkampfschwimmbad in Füssen zu bauen. Neben den Kommunen im ZVAL sollen weitere Partner dafür gewonnen werden.

Schon länger wird im Zweckverband Allgäuer Land (ZVAL) über ein interkommunales Projekt für den Neubau eines Hallen-Schwimmbades nachgedacht. Die Diskussion hat Fahrt aufgenommen, seit für das marode „Alpenbad” in Pfronten eine Entscheidung ansteht: Generalsanierung, Neubau oder Standortverlegung. Für die Freien Wähler Füssen (FWF) ist indes klar: ein neues Schwimmbad muss in Füssen als Lehr- und Wettkampfschwimmbad gebaut und neben den zehn Kommunen des ZVAL noch weitere Kooperationspartner mit ins Boot geholt werden.

„Für uns stellt sich die Frage, wer die Zielgruppe für ein solches Bad sein soll“, wird Vorsitzende Christine Fröhlich in einer Pressemitteilung zitiert. Ein rein touristisches bzw. freizeitorientiertes Angebot dürfe angesichts der kommunalen Finanzlage wie auch aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht im Fokus stehen. Dieser Bedarf sei (noch) mit dem „Alpenbad” in Pfronten, dem „Alpspitzbad” in Nesselwang sowie der „Kristall-Therme” in Schwangau gedeckt.

Vielmehr sollte der Schwimmunterricht für Kinder und Jugendliche im Vordergrund stehen. Im Rahmen des Sportunterrichts sei Schwimmen zwar ein verbindlicher Lerninhalt für alle Jahrgangsstufe, werde aber mangels Sportstätten kaum unterrichtet. Als Standort für ein solches Bad im südlichen Landkreis sei Füssen als Mittelzentrum mit seinen zahlreichen Schulen deshalb besonders geeignet.

Neben mehreren tausend Schülern haben nach Überzeugung der FWF auch die Soldaten der Allgäu-Kaserne sowie Vereine wie Wasserwacht, DLRG, TSG, der Reha-Sportverein oder private Schwimmschulen Bedarf an einem Schwimmbad. Dazu kommen Kindergärten, KiTas sowie die Öffentlichkeit.

Füssen mit Vorteilen

Bei der Standortfrage müssten ferner auch die Anfahrtswege und der damit verbunden Zeit- und Kostenaufwand bedacht werden. Schon jetzt werde das Angebot in Pfronten und Nesselwang von den Schulen nur wenig genutzt, da die Effizienz des Unterrichts aufgrund der Kosten und des Zeitverlustes durch An- und Abfahrt, Zeit zum Umkleiden und Duschen nicht gegeben sei, heißt es weiter. Füssen habe hier die beste Kosten-Nutzen-Relation.

Mit Blick auf die Finanzierung schlagen die FWF ein Lehr- und Wettkampfschwimmbad mit 25-Meter-Bahnen und Hubboden vor. Dieses falle unter die Förderung kommunaler Sportstätten (FAG). Bei einem reinem Sportbad würde sich das Angebot und die Betriebsorganisation zunächst auf die Abdeckung der Schul- und Vereinsversorgung beschränken.

Die darüber hinaus gehenden Öffnungszeiten könnten öffentlichen Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Den Kreis der Geldgeber wollen die FW über die Kommunen des ZVAL hinaus auf den Kreis und den Freistaat als Schulträger ausweiten. Denkbar sei auch, Fördermittel über den Bund oder die EU zu generieren.

Die Stadt könnte ihren Beitrag durch die Bereitstellung eines Grundstücks leisten. Dies sollte auf Erbpachtbasis erfolgen. Denkbare Standorte seien aber auch (Stiftungs-)grundstücke oder Leerstandsobjekte.

kb

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