Michael Wollnitza tritt nicht mehr zur Wahl an

Treten zu den Füssener Stadtratswahlen auf den Listenplätzen eins bis sieben für die „Freien Wählern“ an: Anne Berkmüller (v.l.), Dr. Anni Derday, Jürgen Doser, Christine Fröhlich, Andreas Ullrich, Kristina Schäfer und Roland Berkmüller. Foto: Friedrich

Füssen – Die Freien Wähler Füssen bestätigten kürzlich Andreas Ullrich als Ersten auf der Liste von insgesamt 24 Kandidaten, die sich bei der Wahl für einen Platz im Stadtrat bewerben. Zweiter und vierter Stelle liegen ebenfalls zwei Stadträte, Dr. Anni Derday und Jürgen Doser.

Die wollen für weitere sechs Jahre Kommunalpolitik machen. Dies gilt auch für Klaus Keller, der jetzt nur auf Platz 21 kandidiert, aber nach zwei geleisteten Amtsperioden als chancenreich gilt. Unter den Bewerbern, die sich im Altstadtlokal „Zum Hechten“ vorstellten, waren auch einige unbekannte Gesichter. Die aktuelle Kandidatenliste, die eine Verjüngung der „Freien Wähler“ in Füssen signalisiert, wurde in geheimer Wahl 23 Mal mit „Ja“ angenommen. Somit war das Ergebnis der Nominierung einstimmig. 

Derzeit arbeiten im Füssener Rathaus fünf Stadträte für den Verein, der sich selbst als „parteipolitisch unabhängig“ darstellt.  Vorsitzende Christine Fröhlich (Listenplatz drei) hatte die Versammlung eröffnet. Vor 40 Teilnehmern leitete danach Stadträtin Derday die Wahlen. Als Ersatzdelegierte auf den Plätzen 25 und 26 wurden der 2. Vorsitzende Ralph Habig und Ulrike Ullrich gekürt. Zuvor hatte die persönliche Vorstellung der Kandidaten eine große Überraschung parat. Zwar im Saal, jedoch nicht mehr als ein Bewerber war Michael Wollnitza, einer der Stadträte der „Freien Wähler“. „18 Jahre sind genug“, meinte der im Jahr 1940 geborene Füssener  Rechtsanwalt, auf Nachfrage des Kreisboten. Er werde den Freien Wählern beratend zur Seite stehen. „Wir bauen weiterhin auf seine große juristische Erfahrung“, so Ullrich. 

Durch diesen Kandidaturverzicht wurde ein Spitzenplatz frei. Der Listenplatz fünf gibt Kristina Schäfer die große Chance, in den Stadtrat einzuziehen. Die 30-jährige Verwaltungsfachwirtin, die in Augsburg arbeitet, erklärte gegenüber dem Kreisboten: „In meiner liebenswürdigen Geburtsstadt Füssen möchte ich künftig die Kommunalpolitik mitgestalten.“ „Ihr großes Fachwissen ist uns nützlich“, freute sich Ullrich über diese Kandidatur. Sie unterstreiche auch den Schwerpunkt „Wirtschaft“ der Freien Wähler, der mit Ökologie und Nachhaltigkeit einhergehe. Frischer Wind wird nicht zuletzt von den anderen Newcomer-Kandidaten auf zwei vorderen Plätzen erwartet. Roland Berkmüller (Platz sechs) beschäftigt sich mit dem Themenbereich „Jugend“, wie er mit Hinweis auf eine neue Studie skizzierte. Seine Ehefrau, Schriftführerin Anne Berkmüller (Platz sieben), tritt für die „Freien Wähler“, denen zahlreiche Kaufleute als Selbstständige oder als Geschäftsführer angehören, als diplomierte Biologin an. 

Stadtrat Keller plädierte eingangs dafür, Füssen künftig als Gesundheitsstadt zu profilieren. Mit der „breit gefächerten“ Liste unternehmen die Freien Wähler laut Ullrich den Versuch, zwei weitere Sitze im Füssener Rathaus zu gewinnen. „Auch mit sechs oder wie bisher fünf Stadträten können wir eine Politik mit Weitblick machen, die transparent sein wird“, erklärte er nach knapp zwei Stunden im Schlusswort der Nominierung. „Mein Thema ist die Stadtentwicklung“, sagte der Spitzenkandidat, der dies noch am Beispiel der „Agenda 21“ erläuterte. cf

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