Mayerhofer referiert über die wirtschaftliche Zukunft Füssens

Ökonomische Strukturen fehlen

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Alexander Mayerhofer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Füssen, referiert auf Einladung der Freien Wähler Füssen über die wirtschaftliche Zukunft der Lechstadt.

Füssen – Über die wirtschaftliche Zukunft Füssens hat jetzt Alexander Mayerhofer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Füssen, bei der öffentlichen Bürgerinformation der Freien Wähler Füssen (FWF) im Hotel Hechten referiert.

Vor ca. 20 Zuhörern erklärte Mayerhofer, dass es aus Sicht der Werbegemeinschaft an ökonomischer Struktur und Gleichgewicht in der Lechstadt fehle – und was man dagegen tun könnte. Mayerhofer, Geschäftsführer der Buchhaltungsservice und Büromanagement 24 UG, erklärte, dass es in Füssen an ökonomischer Struktur und Gleichgewicht fehle. 

Dies könne man vor allem daran erkennen, dass beispielsweise die tragende Wirtschaftssäule „Fremdenverkehr“ durch Füssen Tourismus & Marketing (FTM) hervorragend besetzt sei, so Mayerhofer. Reutte als Vorbild Ganz anders stellt sich die Situation dagegen bei den vier anderen Säulen – Standard-, Event-, Stadt- und Verwaltungsmarketing – dar. 

Die seien seitens der Stadtverwaltung bis heute unbesetzt geblieben, sagte Mayerhofer. Dies sorge auf Dauer zu einer starken Disbalance zwischen den anderen Säulen, was unter anderem auch zu einem Fachkräftemangel führen könne. „Denn,“ so Mayerhofer weiter, „es ist absolut notwendig dafür zu sorgen, dass auch diejenigen sich in Füssen wohl fühlen, welche beruflich nicht dem Tourismus zugeordnet werden können.“ 

Als Vorbild einer funktionierenden und erfolgreichen Balance zwischen den einzelnen Säulen kam der Außerferner Bezirkshauptort Reutte zur Sprache. „Was hier die Kaufmannschaft auf die Beine gestellt hat und auch zukünftig machen wird, ist aller Ehren wert und nachahmenswert. Hier identifizieren sich die Einwohner mit ihrer Gemeinde. 

Dies wäre auch für Füssen wichtig und erstrebenswert“, sagte der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, der das Amt seit zwei Jahren innehat. „Mit welchen Maßnahmen könnte man dies erreichen und wie?“, wollte Stadträtin und FWF-Vorsitzende Christine Fröhlich vom Referenten wissen. „Indem man beispielsweise versucht die Abwanderung in die Großstädte zu reduzieren“, erklärte Mayerhofer. Eventuell könnte das mit Kooperationen mit Hochschulen und Firmen funktionieren. Diese müssten nicht zwingend in der Allgäu-Metropole leben, sondern könnten auch über das Internet mit ihrem Arbeitsplatz verbunden sein und sich somit mit Füssen dauerhaft identifizieren, erklärte der Vorsitzende der Werbegemeinschaft.

Zukunftsrat etablieren

Auch ein Zukunftsrat wäre erstrebenswert, der sich unter anderem mit der hiesigen Verkehrsproblematik beschäftigt. Sorge diese doch auch dafür, dass eine Reduktion des Bewusstseins mit der Lechstadt stattfindt, da man viel Zeit in Staus verbringt anstatt in der wertvollen Freizeit. Im Endeffekt, so das Fazit des Abends, müsse jeder Einzelnen an einem Strang ziehen, um ein gemeinsames „Wir-Gefühl“ zu schaffen.

th

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