Deutscher Wetterdienst bestätigt Prädikat als Heilklimatischer Ort

Schwangau bleibt Kurort

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Die Gemeinde Schwangau bleibt laut Deutschem Wetterdienst Heilklimatischer Kurort.

Schwangau – Der Deutsche Wetterdienst hat das Prädikat Heilklimatischer Kurort für Schwangau bestätigt.

In der jüngsten Gemeinderatsitzung verlas Bürgermeister Stefan Rinke das Gutachten und begrüßte die Erneuerung. Das Gutachten sei ein Beweis, dass die Schwangauer behutsam mit ihrer Heimat und der Natur umgegangen seien.

Man freue sich sehr, so Stefan Rinke, „dass das aktuelle Gutachten des DWD der Gemeinde Schwangau ein Heilklima bescheinigt“ – und damit eine lange Geschichte fortschreibt. Denn schon 1937 hatte der Verkehrsverein, Vorläufer des heutigen Kur- und Verkehrsvereins, der Gemeinde empfohlen, das Prädikat zu beantragen.

Damals war Schwangau bereits Luftkurort und nach den Richtlinien des staatlichen Fremdenverkehrsverband waren die notwendigen Voraussetzungen für die Erweiterung des Prädikates gegeben. Allerdings setzte der Weltkrieg den damaligen Bemühungen ein Ende, erst Ende der 1960-iger Jahre wurde das Verfahren auf Initiative des Kur- und Verkehrsvereins wieder aufgenommen. 

1977 wurde schließlich die erste große Klimaanalyse an die Gemeinde übergeben, in der festgestellt wurde, dass aus medizinisch-klimatologischer Sicht keine Zweifel für eine Anerkennung bestehen und die Verleihung des Prädikates an die Gemeinde Schwangau in vollem Umfang befürwortet werden könne, wie Stefan Rinke erinnerte.

Schließlich erhielt das Dorf der Königsschlösser das Prädikat 1985. In dem von der tourisinformation in Auftrag gegebenen Gutachten bescheinigt der Wetterdienst dem Ort, bioklimatisch begünstigt und landschaftlich bevorzugt zu sein. Das Klima wird durch die Lage im Alpenvorland am Rande des Ammergebirges bestimmt. 

Zudem werde Schwangau durch seine große Höhe über Meeresniveau, seine starke Gliederung mit Höhenunterschieden von über 1200 Metern im Gemeindegebiet und seine vielfältigen Geländeformen geprägt. 

Weiter heißt es im Text, dass die Überprüfung des Bioklimas die grundsätzlichen Aussagen der bisherigen Bioklimagutachten bestätigt habe. 

Wärmer als früher 

Angemerkt wird jedoch, dass das Jahresmittel der Lufttemperatur in Schwangau im Vergleich zu älteren Auswertungen um rund ein halbes bis ein Grad Celsius gestiegen sei. 

Somit ist in Schwangau der Januar mit etwa zwei Grad Celsius im Mittel der kälteste Monat und der Juli mit 16 bis 17 °C der wärmste Monat. Außerdem wird angemerkt, dass die stattgefundenen Bautätigkeiten und Flächennutzungsänderungen ohne wesentliche Auswirkungen auf das Lokalklima und die Durchlüftungsverhältnisse geblieben seien. Womit die grundsätzlichen und bisherigen Aussagen der Klimaanalyse weiterhin ihre Gültigkeit haben. 

Eine Aussage, die Rinke als Beweis dafür sieht, dass die Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen hundert Jahren sehr behutsam und verantwortungsvoll mit ihrer Heimat und Natur umgegangen seien. „Heute haben saubere Luft und frisches Trinkwasser den höchsten Stellenwert“. Der Bürgermeister versprach, dass sich der Gemeinderat auch in weiterhin für den Schutz und die Erhaltung einer intakten und gesunden Umwelt einsetzen werde.

Die Abwägung der angeführten Punkte, heißt es im Gutachten weiter, sowie der Ergebnisse der Ortsbesichtigung und der bisherigen bioklimatischen und lufthygienischen Untersuchungen in früheren Gutachten, hätten ergeben, dass die bioklimatischen und lufthygienischen Anforderungen an das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“ weiterhin erfüllt seien. 

Weshalb man zu dem Entscheidungsvorschlag komme: die Bestätigung des Prädikates „Heilklimatischer Kurort“ für Schwangau könnte vollumfänglich befürwortet werden.

Oliver Sommer

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