Frischer Wind im JuFo

Der neue Jugendhausleiter, Diplom-Sozialpädagoge Stefan Splitgerber (4. von rechts) stellte jetzt im Kulturausschuss sein neues Konzept vor. Foto: Archiv

„Wow“, „Das klingt nach 1000 Prozent mehr“ und „Schade, dass ich zu alt bin um selbst mitzumachen“ - so lauteten einige Reaktionen der Stadträte, nachdem der neue Leiter des Füssener Jugendhauses, Stefan Splitgerber, im Kulturausschuss den Stand der Dinge und seine eigenen Ideen für das zukünftige Jugendhauskonzept vorstellte. Das schlechte Image, das Jugendhäusern anhaftet, wolle er loswerden, gab er an. Die Räte sicherten ihm ihre Unterstützung zu.

Mädchen wollen boxen, tanzen, shoppen – und die Jungs am liebsten vom Kiffen abhalten: Der Girlsabend ist laut Splitgerber fester Bestandteil des Jugendhausprogramms, auch Dinge wie die Gefahren von facebook und Co. gehören zum Interessensgebiet der Mädchen. 30 Prozent der Besucher im Jugendhaus seien weiblich schätzte er, zwischen 32 und 55 junge Menschen kommen je nach Jahreszeit täglich in die Einrichtung. An weiterem Bewährtem, wie dem Basketballspielen in der Mittelschule will der neue Leiter festhalten, hat aber auch neue Ideen und Wünsche der Jugendlichen aufgegriffen. So soll es im Keller bald eine Werkbank geben, bei der man eventuell einmal sein Fahrrad herrichten kann, ein Wunsch von Seiten der Besucher sei unter anderem ein Flohmarkt. Ein Ausflug in den Europapark steht an, er wolle aber auch „in die Natur gehen mit den Jugendlichen“. Klettern oder Canyoning wären hier umsetzbar, die entsprechende Qualifikation habe er. Probleme gebe es mit dem Thekendienst, denn der sei „aus tariflichen Gründen nur bedingt möglich“. So übernehmen den derzeit Jugendliche dienstags und donnerstags je drei Stunden lang ehrenamtlich. Weiterhin besteht die Einschränkung, nur einmal pro Monat eine Abendveranstaltung mit gehobenerer Lautstärke veranstalten zu dürfen – aus Rücksicht auf die Nachbarn. Geht etwa ein „Breakdance Battle“ in den Abend hinein, ist schon einer der 12 Abende pro Jahr verbraucht, an denen es „etwa lauter wird“. Ins Wasser gefallen ist die geplante Blaulicht-Party mangels Beteiligung der Jugenden von Blaulicht-Organisationen. „Ich finde die Idee super“, lobte allerdings Stadtrat Dr. Martin Metzger. „das braucht aber einen Ansprechpartner“.

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