Erster Rückgang seit Jahren

Füssen verzeichnet für 2019 rund zwei Prozent weniger Gäste

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In den vergangenen Jahren nahm der Tourismus in Füssen stetig zu. Doch damit ist jetzt Schluss: 2019 gingen die Übernachtungen und Gästezahlen um rund zwei Prozent zurück.

Füssen – Nach jahrelang steigenden Tourismuszahlen hat Füssen Tourismus und Marketing (FTM) im vergangenen Jahr erstmals einen leichten Rückgang bei den Gäste- und Übernachtungszahlen verzeichnet. Das gibt FTM jetzt bekannt.

Rund 1,4 Millionen Übernachtungen bedeuten ein Minus von 1,8 Prozent im Vergleich zu 2018. Gleichzeitig nahm auch die Zahl der Gäste um 1,97 Prozent ab.

„Nach kontinuierlichen Steigerungen in den vergangenen Jahren hat sich die Nachfrage mittlerweile gesetzt“, bewertete Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier die Tourismuszahlen für 2019. So verzeichnete FTM für das vergangene Jahr 1.441.235 Übernachtungen. Die Gästezahl ging auf 551.229 zurück.

Noch immer erzielt Füssen den Löwenanteil der Übernachtungen mit Urlaubsgästen aus Deutschland. Das Übernachtungsaufkommen der Inlandsgäste hat sich gegenüber 2018 noch einmal leicht auf gut 74 Prozent erhöht. Als Spitzenreiter hat im vergangenen Jahr Baden-Württemberg Bayern abgelöst, dahinter folgen Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Geringer Rückgang bei deutschen Gästen

Die fünf stärksten Auslandsmärkte waren China, die USA, die Schweiz, Italien – mit einem Plus von 5,8 Prozent bei den Übernachtungen – und Japan. Insgesamt ging die Nachfrage aus dem Ausland mit einem Übernachtungsminus von 3,6 Prozent zurück. Das Übernachtungsaufkommen der deutschen Gäste blieb mit einem Rückgang von unter 0,1 Prozent jedoch fast gleich. Gästeübernachtungen ohne Herkunftsangabe und von pauschalierten Campern wurden jeweils nicht berücksichtigt.

„Aber in Zeiten von Corona relativieren sich leichte Rückgänge wie die für 2019 verzeichneten“, schlägt Tourismuschef Stefan Fredlmeier den Bogen zum aktuellen Tourismusjahr. „Die Bäume wachsen auch bei uns nicht in den Himmel und unser Fokus gilt eh der qualitativen und wertschöpfungsorientierten Entwicklung“, fügte der Tourismusdirektor hinzu. „Die Bilanz 2020 wird sich unter komplett anderen Vorzeichen präsentieren.“

kb

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