Polizei zieht Fazit von Osterfeiertagen

Ostern: Befürchteter Ansturm von Tagestouristen bleibt aus - Viele Wildcamper

Wohnmobil parkt am See
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Über die Osterfeiertage entdeckte die Polizei erneut viele Wildcamper und Wildparker, die ihre Fahrzeuge widerrechtlich in Landschaftsschutzgebieten abgestellt hatten.
  • vonKatharina Knoll
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Füssen – „Das Wetter hat uns in die Karten gespielt“, sagt Edmund Martin, Leiter der Polizeiinspektion Füssen, zum Ausflugsverkehr während der Osterfeiertage. Das durchwachsene Wetter habe nicht übermäßig viele Tagesausflügler ins südliche Ostallgäu gelockt, so wie die Polizei im Vorfeld befürchtet und sich entsprechend vorbereitet hatte (der Kreisbote berichtete). Allerdings entdeckten die Beamten erneut viele Wildcamper und -parker in Landschaftsschutzgebieten. Hier stellten sie 50 Anzeigen aus.

„Wir haben Ausflugsverkehr gehabt, aber es war nicht ,Land unter‘“, zieht Martin von den Osterfeiertagen Bilanz. Alles sei im Rahmen abgelaufen. Die Polizei sei aber auch sehr präsent gewesen. „Fast jeden Tag war die Bereitschaftspolizei da.“

Die Leute waren im Großen und Ganzen vernünftig

Edmund Martin, Leiter der Polizeiinspektion Füssen

Die Polizei hätte die Maskenpflicht in Hopfen überprüft, die seit kurzem wieder gilt (der Kreisbote berichtete). Dabei hätten die Passanten verständnisvoll reagiert, so der Füssener Polizeichef. „Die Bergparkplätze waren wenig frequentiert“, fügt er hinzu. Das lag daran, dass für Skitouren nicht mehr allzu viel Schnee lag und Wanderer noch nicht scharenweise in die Berge strömen. „Da war an den Seen mehr los“, so Martin. Der Parkplatz am Alatsee sei voll gewesen. Luft nach oben gab es dagegen noch an den Parkplätzen in Hopfen und Dietringen. Insgesamt sei aber alles erträglich gewesen. „Die Leute waren im Großen und Ganzen vernünftig.“

Viele Wildcamper und Wildparker im Landschaftsschutzgebiet

Ausnahmen gab es allerdings beim Thema Wildcampen und Wildparken. Die Beamten mussten 50 Anzeigen ausstellen, weil Ausflügler ihre Fahrzeuge widerrechtlich in Landschaftsschutzgebieten abgestellt hatten. Einer sei mit seinem Wohnmobil sogar in den Forggensee hineingefahren, um sein Fahrzeug direkt am Wasser zu parken, so Martin.

Obwohl während der Osterfeiertage viele Auswärtige durch Füssen schlenderten, liegt der Polizei derzeit nur ein Fall vor, in dem ein Vermieter gegen das Beherbergungsverbot verstieß. So kontrollierten Beamte am vergangenen Mittwoch ein junges Studentenpaar aus Bolivien. Im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass beide hier ihren Urlaub verbringen und dafür ein Apartment im Füssener Westen gebucht hatten. Eine entsprechende Buchungsbestätigung konnten sie vorlegen. Den Betreiber des Apartments erwartet nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz. Er muss mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen.

Viele Zweitwohnungsbesitzer verbringen Feiertage im Füssener Land

Bei den meisten Auswärtigen, die die Polizei während der Feiertage beispielsweise in der Füssener Fußgängerzone überprüfte, handelte es sich jedoch um Zweiwohnungsbesitzer. „Da gibt es relativ viele in der Region und die waren da“, informiert der Füssener Polizeichef. Auch sei die Polizei Hinweisen besorgter Nachbarn wegen vermeintlicher Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen nachgegangen. Doch dabei hätte es sich in den meisten Fällen um Familien gehandelt, die einen Angehörigen zu Besuch hatten.

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