Sehnsucht nach Heimat

„Allgäuer Heimatwerk“ nimmt offiziell seine Arbeit auf

Richard Hartmann vor der Geschäftsstelle des „Allgäuer Heimatwerks“ in der Drehergasse
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Zahlreiche Besucher wollen sich bei der Eröffnung die Räumlichkeiten in der Drehergasse anschauen. Richard Hartmann (rechts) vom „Allgäuer Heimatwerk“ ist ein gefragter Ansprechpartner. Ein Gast war Trachtler Wolfi Steiner.

Füssen – Das „Allgäuer Heimatwerk“ hat am vergangenen Donnerstag offiziell seine Arbeit aufgenommen. Initiator Richard Hartmann und sein Team erhalten Fördermittel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. In den Räumlichkeiten in der Altstadt erfolgt die Programmkonzeption der Kulturinitiative, die zur Revitalisierung der Füssener Altstadt und des südlichen Ostallgäus beitragen will. Der Kreisbote sprach darüber am Starttag mit Hartmann und Nachbarn. 

Drehergasse 40 ½: Mit seinem „Allgäuer Heimatwerk“, das in der Altstadt eine Adresse erhalten hat, verfolgt der Füssener Richard Hartmann ein bundesweites „Leuchtturm“-Projekt. Wo sich früher – nach Auskunft einer Nachbarin – eine Wagnerwerkstatt befunden hat, werden kleinere und größere Veranstaltungen geplant. Überschrieben ist das Kulturprogramm des „Allgäuer Heimatwerks“ mit „Neiluaga“. Für Hartmann und sein Team – darunter ein Schneidermeister – eröffnet sich in der Drehergasse eine Rückzugsmöglichkeit. Es bleibe aber natürlich nicht bei einer „Denkwerkstatt“, betont Hartmann. An bestimmten Tagen werden am Tisch im hinteren Teil des 30-Quadratmeter umfassenden mit Schaustücken sowie Bildern geschmückten Domizils Plätze für Nähkurse angeboten.

Wissen um Allgäuer Kultur bewahren

Trachtenbekleidung, wie zuletzt beim Magnusfest in der Stadtpfarrkirche zu sehen, soll in der Öffentlichkeit getragen werden: es wird dadurch signalisiert, welche historischen Vereine es im Füssener Land gibt.

Eine Aufgabe, die sich das „Heimatwerk“ langfristig stellt, ist laut Hartmann Fachberatung. Der Eventmanager unterstreicht: „Ziel ist durch den Aufbau des Allgäuer Heimatwerks das Wissen um unsere Kultur, Tradition und Brauchtum zu bewahren, weiterzugeben und langfristig zu verankern.“ Dies wolle man umsetzen in engem Schulterschluss mit dem Kulturamt der Stadt und vielen weiteren Partnern. „Mit den gemeinsamen Veranstaltungen sprechen wir ganz gezielt jede Generation an“, so Hartmann weiter. In diesem Zusammenhang weist er auch auf das „Schulprojekt Heimat“ hin.

In der Vorausschau unter dem Motto „Tradition übers Jahr“ rücken auch die christlichen Feste in den Blickpunkt. Angekündigt wird zum Beispiel gemeinsames Advents- und Ostersingen. Zum Höhepunkt 2021 soll die Sonderausstellung im städtischen Museum werden. Titel ist „Sehnsucht nach Heimat – Trachtenkultur im Füssener Land“. Im Beiprogramm wird zu Volkstanzabenden eingeladen.

Geld vom Bund

Das „Allgäuer Heimatwerk“ stellt sich ausführlich in einem ausliegenden Flyer vor. Herausgeber ist die Firma „Hartmann Event“ mit Sitz in Waakirchen. Geschäftsführer Hartmann, der hier als Sprecher des Hauptvorstands für den Trachtenverein „D`Neuschwanstoaner Stamm“ bekannt ist, war erfolgreich beim Einwerben von Förderungsgeldern für das Projekt „Allgäuer Heimatwerk – Von Allgäuern für Allgäuer“.

Gefördert wird das Projekt mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Als Kulturinitiative soll das „Heimatwerk Allgäu“ nachhaltig zur Revitalisierung Füssens und des Südlichen Ostallgäus beitragen. „Unser Büro in der Altstadt ist nicht immer besetzt. Deshalb bitten wir um Terminvereinbarung“, erklärte er auf Nachfrage.

Ab 15. Oktober ist das „Allgäuer Heimatwerk“ in der Drehergasse telefonisch erreichbar unter der Nummer 08362/92 99 325.

cf

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