Stadt will Geld sparen

Ampel in der Von-Freyberg-Straße wird erst im Frühjahr 2021 aufgestellt

Ein Auto fährt über die Von-Freyberg-Straße in Füssen.
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Archiv: Um die Von-Freyberg-Straße vor allem für Schulkinder sicherer zu machen, möchte die Stadt hier eine Bedarfsampel für Fußgänger aufstellen. Um Geld zu sparen, soll sie zusammen mit den geplanten Ampeln in der Kemptener Straße ausgeschrieben werden.

Füssen – Bis die Fußgänger-Bedarfsampel in der Von-Freyberg-Straße aufgestellt wird, wird es noch bis Frühjahr 2021 dauern. Denn um Geld zu sparen, hat sich der Stadtrat jetzt einstimmig dafür ausgesprochen, die Anlage gemeinsam mit den beiden Fußgänger-Ampeln in der Kemptener Straße auszuschreiben.

Nachdem der Planungs-, Umwelt-, Bau- und Verkehrsausschuss beschlossen hat, zwei Bedarfs-Fußgängerampeln in der Kemptener Straße aufzustellen (der Kreisbote berichtete), schlug die Stadtverwaltung den Stadträten jetzt vor, diese Ampeln gemeinsam mit der geplanten in der Von-Freyberg-Straße auszuschreiben.

Bereits im Dezember 2018 hatte sich der Verkehrsausschuss für diese Querungshilfe ausgesprochen. Besorgte Mütter hatten sie beantragt, um für Kinder und Jugendliche den Schulweg sicherer zu machen. Laut den Unterlagen werden die entsprechenden Arbeiten der Stadt rund 46.000 Euro kosten. „Wenn wir die Planungen gleich kumuliert machen, würden wir uns viel Geld sparen“, erläuterte Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU). Die Folge wäre allerdings, dass die Ampel in der Von-Freyberg-Straße erst zusammen mit den Ampeln in der Kemptener Straße im Frühjahr 2021 gebaut werden könnten.

Keine genauen Zahlen

Das sah Stadtrat Martin Dopfer (Füssen-Land) kritisch. Eine gemeinsame Planung sei zwar sinnvoll, meinte er. Der Füssen-Land-Stadtrat fragte sich allerdings, ob sich die Stadt dadurch so viel Geld spare, dass es eine so lange Verzögerung rechtfertige. Schließlich würden Eltern und Kinder schon einige Jahre auf die Ampel warten. Genaue Zahlen konnte die Stadtverwaltung dazu nicht vorlegen. „Wir werden aber auf jeden Fall einen günstigeren Preis bekommen“, meinte Martin Köpf vom städtischen Tiefbauamt. Bei der Ausschreibung auf die geplante Ampel an der Luitpoldstraße zu warten, so wie Jürgen Doser (FWF) das ins Gespräch gebracht hatte, mache dagegen technisch keinen Sinn. Schließlich sei diese mit der Ampel am Kaiser-Maximilian-Platz vernetzt. Und diese steuert der Bund, erklärte Köpf. „Das ist eine ganz andere Steuerung. Mit einer Bedarfsampel hat das nichts zu tun.“ Daneben werde der Bebauungsplan W43 festlegen, wo die Ampel genau hinkommt. Dieser ist aber noch nicht rechtskräftig (der Kreisbote berichtete).

kk

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