Asylhelfer setzen ein Zeichen

»Arbeitskreis Asyl« protestiert gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Ingrid Stubbe vom „Arbeitskreis Asyl“ Füssen und ihre Mitstreiter halten eine Mahnwache am Schranneplatz ab.
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Ingrid Stubbe vom „Arbeitskreis Asyl“ Füssen und ihre Mitstreiter bei ihrer Mahnwache gegen Abschiebungen nach Afghanistan.
  • VonAlexander Berndt
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Füssen – Am deutschlandweiten Aktionstages gegen Abschiebungen nach Afghanistan hat der Füssener „Arbeitskreis Asyl“ mit einer Mahnwache Position bezogen.

Unter dem Motto „Not safe – Afghanistan ist nicht sicher!“ brachten dabei etwa zehn Frauen und Männer am Schrannenplatz ihre Forderung zum Ausdruck, dass Deutschland keine Abschiebungen von Migranten nach Afghanistan mehr vornehmen soll.

Wie die Vorsitzende des „Arbeitskreises Asyl” (AK), Ingrid Stubbe, erklärte, habe die deutschlandweite Aktion einen eindeutigen lokalen Bezug zu Füssen und dem Umland. Schließlich leben auch hier zahlreiche Zuwanderer aus Afghanistan. Auch unter ihnen sei die Angst groß, Deutschland wieder verlassen zu müssen. Umso mehr, „da wir hier auch schon die traurige Erfahrung von Abschiebungen gemacht haben“.

Sofortiger Abschiebestopp gefordert

Dabei seien nicht „nur Straftäter, sondern ebenso viele gut Integrierte“ in ihr Heimatland abgeschoben worden. Dort leben sie laut AK Asyl in akuter Lebensgefahr. Schließlich gilt das innerasiatische Land als eines der unsichersten Territorien der Welt, wo sich zudem das Covid 19-Virus massiv ausbreite.

Neben einem sofortigen Abschiebestopp forderten die Teilnehmer der Mahnwache außerdem eine „unbürokratische und schnelle Aufnahme von afghanischen Bundeswehr-Mitarbeitern vor dem Truppenabzug“, wie es auf einem Plakat hieß, das die Demonstranten auf dem Schrannenplatz hoch hielten.

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