Altes Gasthaus soll abgerissen und durch Seniorenwohnungen ersetzt werden

Füssen: Aus dem »Bräustüberl« werden Wohnungen

Bräustüberl in Füssen
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Aus dem „Bräustüberl“ sollen Seniorenwohnungen werden.
  • Katharina Knoll
    VonKatharina Knoll
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Füssen – Das „Bräustüberl“ in der Rupprechtstraße soll abgerissen und durch eine Wohnanlage mit Tiefgarage ersetzt werden. Dort sollen seniorengerechte Wohnungen für Einheimische entstehen. Die formlose Bauvoranfrage hat jetzt der Bauausschuss genehmigt.

Der Bauherr möchte ein viergeschossiges Gebäude mit flachem Walmdach errichten. „Dort wird privat gebaut, aber mit einer sozialen Nutzung für Einheimische“, berichtete Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU). Diese könnten dort zum normalen Marktpreis eine Wohnung mieten oder kaufen. Ein sozialverträglicher und bezuschusster Wohnungsbau sei aber nicht vorgesehen. „Ich glaube, das ist ein tolles Projekt, das wir da hinbekommen könnten.“ Schließlich sei der Bedarf nach seniorengerechten Wohnungen riesig.

Dem Landratsamt ist der Bau aktuell jedoch zu groß, informierte die Stadtverwaltung. Um sich in die Bebauung der Nachbarschaft einzufügen, müsse die Wandhöhe um rund 90 Zentimeter verringert werden. Dr. Martin Metzger (BfF) war das Gebäude trotzdem immer noch zu massiv. Zudem sah er die Einfahrt zur Tiefgarage kritisch. Diese müsste vom verkehrsberuhigten Bereich in die Rupprechtstraße verlegt werden. Andernfalls würde dort ein zusätzlicher Gefahrenpunkt entstehen, befürchtete er.

Zweifel an der Wirksamkeit der angestrebten Auflagen der Stadt, um beispielsweise Ferienwohnungen zu verhindern, hatte Martin Dopfer (Füssen Land). So schlägt die Verwaltung vor, dass bei der Aufteilung des Hauses in Wohnungs- bzw. Teileigentum eine Übertragung eines etwea 1/1000 Miteigentumsanteils an die Stadt in Betracht gezogen wird. „Das dürfte nicht ausreichen, wenn alle anderen dafür sind“, meinte Dopfer in Bezug auf Ferienwohnungen. Die angestrebten Auflagen seien „ein sehr stumpfes Schwert“, so Dopfer. „Wir dürfen uns nicht wundern, wenn‘s anders läuft.“

Bei einer Gegenstimme von Dr. Metzger genehmigte das Gremium schließlich unter Auflagen die Bauvoranfrage. Der Bauherr soll außerdem ein Betriebskonzept vorlegen und die Fassadengestaltung mit der Stadtentwicklerin Annegret Michler absprechen.

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