Neue Verkehrslenkung absichern

Bebauungsplan für Schulsanierung wird erweitert und neu ausgelegt

Die Grundschule Füssen
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Um vor allem morgens die Verkehrsströme rund um die Grund- und Mittelschule zu entzerren, hat die Stadt Füssen ein Verkehrskonzept erstellen lassen. Das möchte die Stadtverwaltung nun planungsrechtlich sichern. Deshalb wird der Geltungsbereich des Bebauungsplans erweitert.

Füssen – Einstimmig gebilligt hat jetzt der Bauausschuss die zweite Änderung des Bebauungsplan (B-Plan)-Entwurfs „N 73 E – Bürgermeister-Wallner-Straße Nordwest“, den die Stadtverwaltung derzeit für die Sanierung der Grund- und Mittelschule aufstellt. Damit hat das Gremium die Erweiterung des B-Plans um die angrenzenden Straßenzüge abgesegnet. Dieser muss jetzt erneut ausgelegt werden.

Nachdem der Ausschuss den B-Plan-Entwurf Mitte Juli gebilligt hatte, lag er einen Monat lang öffentlich aus. Es seien jedoch „vergleichsweise wenig Stellungnahmen eingegangen“, informierte Peter Wolpert vom Büro Kling Consult die Räte. Diese wogen die Stellungnahmen anschließend einstimmig ab.

Um die Ergebnisse des Verkehrskonzepts im B-Plan planungsrechtlich sichern zu können, wird allerdings der Geltungsbereich des B-Plans um die angrenzenden Straßengrundstücke erweitert. Das entspricht auch den Forderungen des Landratsamtes Ostallgäu, heißt es in den Sitzungsunterlagen.

So sieht das Verkehrskonzept vor, dass der Taxisweg zum Fuß- und Radweg wird und nicht mehr für den normalen Kfz-Verkehr freigegeben wird. Ausnahmen soll es nur für den Lieferverkehr zur Mensa und für den Anliegerverkehr zu den angrenzenden Grundstücken geben.

Für die Schulbusse, die am Morgen aus südlicher Richtung kommen, plant die Stadt einen Busausstieg an der Feistlestraße. Die Busse, die aus dem Norden anfahren, sollen an der Augsburger Straße halten. Mittags sollen die Schüler dann zentral an der Feistlestraße in die Busse einsteigen. Die acht Parkplätze an der Bürgermeister-Wallner-Straße sollen außerdem zur Kurzhaltezone, einer „Kiss & Run-Zone“, für Eltern werden, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen (der Kreisbote berichtete).

Über diese Pläne hat die Stadtverwaltung bereits die Anwohner in zwei Info-Veranstaltungen unterrichtet. In dem Zug wurden sie auch darüber informiert, dass eine zweite Baugrenze für überdachte Fahrrad- und Tretrollerstellplätze, Bushaltestellen, überdachte Müllhäuser, Carports, Garagen und Schuppen festgesetzt wird. Denn die Fahrradstellplätze liegen entlang der Grundstücksgrenze, so Wolpert.

Nur Anregungen

Die Anwohner östlich des Schulgeländes würden das jedoch mittragen, zumal sich so ein Sicht- und Lärmschutz ergebe. „Allen ist das bekannt“, meinte auch Angeringer auf Andreas Eggensbergers (CSU) Nachfrage.

Denn mit der Einladung zur Infoveranstaltung wurden auch die Pläne verschickt. Hier gab es nur Anregungen für ein Satteldach, aber ansonsten habe die Stadtverwaltung nichts Gegenteiliges mehr gehört. „Das sollte eine Zustimmung finden“, meinte der Bauamtsleiter. Bei der ersten Auslegung des B-Plans seien zudem keine Anregungen aus der Bürgerschaft eingegangen.

kk

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