Lechstadt sichert sich mit verschiedenen Aktionen den Titel für die kommenden Jahre

Füssen bleibt »Faire Stadt«

Wolfgang Bader (v.l.), Barbara Reiners und Sprecherin Ursula Renner, übergeben Bürgermeister Maximilian Eichstetter
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Die Mitglieder der Steuerungsgruppe „Faire Stadt“, Wolfgang Bader (v.l.), Barbara Reiners und Sprecherin Ursula Renner, übergeben Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) die Urkunde des Vereins „TransFair“.
  • Katharina Knoll
    VonKatharina Knoll
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Füssen – Die Stadt darf sich für zwei weitere Jahre „Faire Stadt“ nennen. Damit würdigte der Verein „TransFair“ das Engagement in der Kommune, einen gerechten Welthandel zu unterstützen und Produzenten aus Entwicklungsländern zu fördern. Die dazu gehörige Urkunde haben Ursula Renner, Sprecherin der Steuerungsgruppe „Faire Stadt“, und Barbara Reiners, Mitglied der Steuerungsgruppe, Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) in der jüngsten Stadtratssitzung übergeben. 

Der Lechstadt wurde damit bereits zum vierten Mal der Titel „Faire Stadt“ verliehen. Seit Herbst 2013 darf sich Füssen so nennen. Da die Stadtverwaltung und der Stadtrat in der jüngsten Vergangenheit aber selbst wesentlich dazu beigetragen hätten, diesen Titel zu erhalten, wurde die Urkunde nun in der Öffentlichkeit übergeben, so Renner und Reiners. Vor allem die Einführung der wiederverwendbaren Coffee-to-go-Becher sowie die Teilnahme am Workshop „Faire Beschaffung“ hätten wesentlich zum Titelerneuerung 2021 beigetragen.

Darüber hinaus waren die beiden Ausstellungen „Bittere Schokolade“ und „Nix anzuziehen“ zu sehen. Zudem wurden Flyer für die „Fairtrade Stadt Füssen“ produziert, auf denen alle Partner genannt werden, sowie die teilnehmenden Betriebe mit Türaufklebern gekennzeichnet. Außerdem gibt es nun eine „Stadtschokolade“, faire Babylätzchen für Neubürger und faire Fußbälle für die Füssener Kicker. Daneben veranstaltete die Steuerungsgruppe zwei Mal ein faires Frühstück, stellt jedes Jahr zur „Fairen Woche“ verschiedene Aktionen auf die Beine und nimmt an Wettbewerben sowie Fortbildungen für Fairtrade-Städte teil.

Mit ihrem Engagement steht die Steuerungsgruppe aber nicht allein da. So produzierte das Gymnasium ein nachhaltiges Hausaufgabenheft (der Kreisbote berichtete), der Jugendtreff organisierte eine „Lebensmittel-Fairteiler-Station“ und die Erich-Kästner-Schule steht kurz davor zur „Fairen Schule“ ernannt zu werden. Außerdem beschloss die evangelische Kirchengemeinde, das Umweltmanagement „Grüner Gockel“ einzuführen.

Mehr Sichtbarkeit

Da mittlerweile auch das Logo „Fairtrade Town“ auf dem Briefpapier der Stadt prangt und der Stadtrat sich dazu entschlossen hat, bei der Neupflasterung der Luitpoldstraße regionale Steine mit der Kennzeichnung des ehemaligen Stadtgrabens zu verlegen, hat sich die Stadt bereits den Titel über das Jahr 2023 hinaus gesichert, verkündeten Renner und Reiners.

Für die beiden bedeutet das aber nicht, sich auf dem Erfolg auszuruhen. Sie wünschen sich mehr Sichtbarkeit für den Fairen Handeln. So sollte unter anderem im „Blickpunkt Rathaus“, dem Infoblatt der Stadtverwaltung, eine eigene Rubrik zur „Fairen Stadt“ eingeführt werden. Darin sollten alle Betriebe genannt werden, die das Label „Wir sind dabei“ neu tragen. Hier könnten sie auch ihre Erfahrungen schildern, wenn sie bio-regionale und faire Produkte verwenden.

Auf dieses Marke sollten zudem das Stadtmarketing und Füssen Tourismus und Marketing (FTM) aufmerksam machen. Denn: „Gäste schätzen immer mehr faire und regionale Produkte“, sagte Reiners. Gastbetriebe könnten dadurch im Ansehen der Urlauber steigen. Zudem weise der Titel „Faire Stadt“ auf Engagement im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit hin.

Für die Zukunft wünscht sich die Steuerungsgruppe, die sich bisher als eine Gruppe von Ehrenamtlichen und Vertretern der Stadt um Aktionen bemühte, dass sie unter die Führung des Stadtmarketings gestellt wird. Die Mitglieder sollen zwar weiter mitarbeiten, aber nicht mehr als Sprecher auftreten. Außerdem sollte sich der Stadtrat bewusst sein, dass er allein durch Beschlüsse zum Erhalt des Titels „Faire Stadt“ beiträgt. Die Gruppe fordert, dass er zusammen mit der Verwaltung und dem Stadtmarketing dafür verantwortlich sein sollte, dass dieser Titel erhalten bleibt.

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