Zeichen der Einheit

Christliche Kirchen gründen Arbeitsgemeinschaft

Die Stadtkirche St. Mang in Füssen
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Die fünf christlichen Gemeinden in Füssen planen, im kommenden Jahr eine Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) zu gründen.

Füssen – „Wir wollen sichtbar machen, dass wir als Christen eine Einheit sind.“ Die fünf christlichen Gemeinden in Füssen planen, im kommenden Jahr eine Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) zu gründen. Darüber informierten jetzt der katholische Pfarrer Frank Deuring, sein evangelischer Kollege Peter Neubert und Pastor Jean-Christof Nadon von der „Schule der Erweckung“ die Mitglieder des Haupt-, Finanz-, Sozial- und Kulturausschusses. 

Ziel der Gründung einer ACK sei das Hervorheben der Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen christlichen Gemeinden in Füssen. Zu diesen gehören neben der katholischen, der evangelischen und der „Schule der Erweckung“ auch die freie evangelische Gemeinde sowie die syrisch-orthodoxe. „Es geht darum zu zeigen: wir haben gemeinsam das Glaubensbekenntnis, gemeinsam die Taufe“, sagte Pfarrer Deuring. Hinter den Kulissen werde bereits eifrig an den Details der Zusammenarbeit und einem entsprechenden Vertrag gearbeitet. Dieser könnte bis Pfingsten kommenden Jahres oder spätestens zu Beginn des neuen Schuljahres von den Gemeindeoberen unterzeichnet werden.

Alle drei bekräftigten, dass der Rückhalt ihrer jeweiligen Gemeinden für das Projekt da sei. Letztlich manifestiere man damit ohnehin nur, was „eigentlich schon seit Jahren gelebt“ werde. „Wir leben die Ökumene eigentlich schon“, bestätigte Pastor Jean-Christof Nadon von der „Schule der Erweckung“. „Das läuft wirklich gut!“

Ein Signal an die Gesellschaft

Deurings evangelischer Kollege Peter Neubert, erst seit September in Füssen, ergänzte, dass von der Gründung der ACK ein Signal nach außen an die Gesellschaft gesendet werden solle. „Ein ganz wichtiges Zeichen in einer Zeit, in der sich gerade alles etwas trennt“, sagte er.

CSU-Fraktionsvorsitzender Peter Hartung schlug vor, einen solchen Zusammenschluss unter allen in Füssen vertretenen Religionen zu suchen. Das werde wohl nicht gelingen, dämpfte Deuring seine Erwartungen. „Schon unter uns Christen ist das alles andere als einfach“, erklärte er. Allerdings gebe es bereits bestehende Kontakte etwa zu den Muslimen.

mm

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