Von den Bayreuther Festspielen nach Füssen

Das Kiev Symphony Orchester mit Dirigentin Oksana Lyniv tritt bei den Musikfestspielen Königswinkel auf

Dirigentin Oksana Lyniv kommt nach Füssen.
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Dirigentin Oksana Lyniv kommt nach Füssen.

Füssen – Das „Kiev Symphony Orchester“ unter der Leitung von Oksana Lyniv wird anstelle der „Brünner Philharmonie“ bei dem Musikfestspielen Königswinkel auftreten. Das gibt jetzt das Festspielhaus Neuschwanstein bekannt. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die Musikfestspiele von Herbst 2020 auf den kommenden Herbst verschoben werden. Doch wegen anderweitiger vertraglicher Verpflichtungen ist es der „Brünner Philharmonie“ nicht möglich, zu diesem Zeitpunkt in Füssen zu sein. 

Schon im Herbst 2020 sollten zum ersten Mal die Musikfestspiele Königswinkel im Festspielhaus in Füssen stattfinden. Doch sie mussten aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Nun sollen sie von Mittwoch, 29. September, bis Sonntag, 3. Oktober, stattfinden. Auf dem Programm steht unter anderem die Wagner-Produktion „Tristan und Isolde“ aus den Richard Wagner Festspielen Wels.

Nun wurde bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass die eigentlich verpflichtete „Brünner Philharmonie“ aus dem Vertrag entlassen wurde. Das Orchester ist vertraglich verpflichtet mit ihrem Chefdirigenten Dennis Russel Davies eine für März 2021 geplante und in den September bzw. Oktober verschobene Tournee mit zwölf Konzerten in England wahrzunehmen. Darunter sind Konzerte in der Londoner Royal Albert Hall und in Edinburgh.

Eine glückliche Fügung ermöglichte es den Musikfestspielen Königswinkel das „Kiev Symphony Orchester“ unter der Leitung von Oksana Lyniv zu engagieren. Sie ist eng mit dem Orchester ihres Heimatlandes verbunden, somit hat Lothar Zagrosek das Dirigat abgegeben.

Debüt bei den Bayreuther Wagner Festspielen

„Wir sind stolz und freuen uns sehr Oksana Lyniv bei uns zu haben“, freut sich Florian Zwipf, Geschäftsführer der Musikfestspiele Königswinkel gGmbH. „Sie ist eine der herausragenden Dirigentinnen unserer Zeit und wird nach ihrem Debüt bei den Bayreuther Wagner Festspielen an unser Festspielhaus Neuschwanstein kommen.“

Während der Pressekonferenz unterstrich die Dirigentin ihre besondere Liebe zu Wagner. „Ich war schon als Studentin fasziniert von dem Komponisten, besuchte schon mehrmals Schloss Neuschwanstein und spürte dort die mystische Verbindung von König Ludwig und Wagner. Ich freue mich jetzt unmittelbar im Anschluss an Bayreuth die Chance zu haben im Festspielhaus Neuschwanstein ,Tristan und Isolde‘ dirigieren zu dürfen.“ Es wird ihr Debüt als Dirigentin für diese Oper von Richard Wagner sein. Sie bezeichnet die Musik als „musikalisch schicksalhaft“ und unterstrich die „narkotische Wirkung der Musik“, mit der Wagner den Bogen von der Romantik in die neue Musik schuf.

Neben den zwei Aufführungen der Oper am Mittwoch, 29. September, um 17 Uhr und am Samstag, 2. Oktober, um 16 Uhr, findet ebenfalls am Samstag, 2. Oktober, um 19.30 Uhr noch ein Festkonzert mit dem „Kiev Symphony Orchester“ unter der Leitung von Oksana Lyniv und der Pianistin Margarita Oganesjan statt.

„Walküre“ wird verschoben

Das Programm wird mit einem Wesendonck Liederabend am Sonntag, 3. Oktober, um 19.30 Uhr mit der Sopranistin Hermina May und Margarita Oganesjan am Piano geschlossen. Die für Ende April geplante konzertante Aufführung der „Walküre“, mit Peter Seiffert als Siegmund, Lioba Braun als Fricka, Hermine May als Sieglinde und Michael Volle, dem Wotan der vergangenen Jahre an der „Metropolitan Opera New York“, der Berliner Staatsoper Unter den Linden und der Wiener Staatsoper, sowie den Münchner Symphonikern unter der Leitung von Felix Bender musste coronabedingt abgesagt werden. Ein neuer Termin wird gesucht.

kb

Das Programm der Musikfestspiele Königswinkel

• „Tristan und Isolde“ am Mittwoch, 29. September, um 17 Uhr sowie am Samstag, 2. Oktober, um 16 Uhr mit Regisseur Herbert Adler, Dirigentin Oksana Lyniv und dem Kiev Symphony Orchester sowie dem Herrenchor der Tölzer Knaben, Peter Seiffert als Tristan, Lioba Braun als Isolde, Matti Salminen als König Marke, Hermine May als Brangäne, Michael Kupfer-Radecky als Kurwenal, Caspar Singh als Melot /Steuermann, Franz Gürtelschmied als Junger Seemann/Hirte.

• Festkonzert mit Dirigentin Oksana Lyniv und Pianistin Margarita Oganesjan am Samstag, 2. Oktober, um 19.30 Uhr; öffentliche Generalprobe für Schulen um 10 Uhr. Das Programm setzt sich aus Franz Liszts „Mazeppa“ sinfonische Dichtung, Sergei Rachmaninovs Konzert für Klavier und Orchester, Nr 2 in c-moll, op. 18 sowie Anton Bruckners Sinfonie Nr.4 in Es-Dur zusammen.

• Wesendonck-Liederabend am Sonntag, 3. Oktober, um 19.30 Uhr mit Sopranistin Hermine May und Pianistin Margarita Oganesjan. Zu hören sein werden Richard Wagners Wesendonck-Lieder für Sopran und Piano sowie Lieder von Henri Duparc und Franz Liszt.

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