Pavillon und Kräuterspirale

Blick von der „Kräuterspirale“ auf die Kneippinsel, den Hopfensee und das verregnete Bergpanorama. Foto: nis

Hopfen/Weißensee – Die letzten beiden Teilbereiche der „Gesundheitstouristischen Perlenkette Füssen“ haben vergangenen Donnerstag Füssens Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier in Hopfen am See und Bürgermeister Paul Iacob in Weißensee der Öffentlichkeit übergeben.

An der Uferpromenade in Hopfen am See vervollständigen nun eine begehbare Kräuterspirale und Gedankenbänke das Projekt der Kneipp’schen Gesundheitslehre, die fünf Säulen des Pfarrers und Querdenkers aus Bad Wörishofen – Wasser, Pflanzen, Bewegung, Ernährung und Balance. Damit will Hopfen laut Fredlmeier zukünftig Kneipp-Heilbad werden. Wasser, das reichlich im Hopfensee vorhanden ist, kann in der Insel seit vergangenem Jahr „getreten“ werden. 

Die Uferpromenade selbst lädt zum Laufen – also Bewegung –, die Kräuterspirale zum Kennenlernen heimischer Kräuter und deren Verwendung ein und die Gedankenbänke, in die Weisheiten von Sebastian Kneipp gefräst sind, fordern zum Verweilen auf. Auf modernen Skulptur-Würfeln/Quadern kann sich der Interessierte über Philosophie und Nutzung der Kneipp-Anlagen informieren oder inspirieren lassen. 

Der direkt am Weißensee unterhalb der Kirche St. Walburga stehende Klima-Pavillon wurde in Abstimmung mit Weißenseer Bürgern, der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Füssen, dem Ingenieurbüro Cornelius Wintergerst und Architekt Theo Fröchtenicht gestaltet und umgesetzt. Dabei ist es geglückt, dem Ruhegarten ein offenes, modernes Ambiente zu geben, ohne der Natur die Spiritualität zu nehmen. Die beiden im Pavillon stehenden Bänke aus dem Projekt Wandertrilogie Allgäu vermitteln moderne Romantik. Mit dem Pavillon erhält sich Weißensee das Prädikat Luftkurort. 

Dekan Frank Deuring, Katholischen Pfarreiengemeinschaft Füssen, und Pfarrer Joachim Spengler, evangelische Kirchengemeinde Füssen, segneten den Klima-Pavillon. Damit ist das Projekt „Gesundheitstouristische Perlenkette“ in Füssen, das mit 70.000 Euro aus dem Leader-Förderprogramm der Europäischen Union gefördert wurde, abgeschlossen. Die zweite Hälfte der Projektsumme von 140.000 Euro wurde von Füssen Tourismus und Marketing kofinanziert und der Kur- und Verkehrsvereins Hopfen am See erbrachte Unterstützungsleistungen beim Bau und bei der Pflege des Kneipp‘schen Areals am See. jl

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