EV Füssen erinnert an drei prägende Ereignisse

Siegfried Schubert

Füssen – Ein Empfang im Bundesleistungszentrum erinnerte kürzlich an das ereignisreiche Jahr 1963 beim Eissportverein (EV) in Füssen. Siegfried Schubert, der Autor der Vereinschronik von 1922 - 1983, meinte, dass es „jetzt gleich drei außerordentlich wichtige Gründe gibt, um gemeinsam zu feiern“.

Die Stadt hatte eingeladen. Folglich gab es am Buffet und in gemütlicher Runde an den Tischen ein frohes Wiedersehen mit „jung gebliebenen Altspielern“, wie Bürgermeister Paul Iacob die vielen hier im Festsaal versammelten früheren EV-Aktiven begrüßte. Mit dem Ehrennadelträger Markus Egen, der beim EV Füssen an 15 der insgesamt 16 Deutschen Meisterschaften beteiligt war, nahmen an dieser Feierstunde Harry Lindner, Peter Schwimmbeck, Manfred Gmeiner und zahlreiche andere bekannte Spieler der legendären Füssener Ära teil, die bislang „unübertroffen ist“. Auch dass das BLZ „in unserer Stadt steht, ist dieser Mannschaft zu danken“, betonte der Bürgermeister im Rückblick. 

1963 freute sich Füssen mit seinen Cracks und den Eishockeyfans über das Dach des Eisstadions, das erneuert worden war. Am 10. August 1963 erhielt der EV Füssen das Silberne Lorbeerblatt. Mit herausragenden sportlichen Erfolgen hatte sich der Verein die Auszeichnung verdient. Sie gilt als die höchste sportliche Auszeichnung, die es in Deutschland gibt. Wie Bürgermeister Iacob weiter ausführte, fand vor 50 Jahren in Füssen das erste von zwei Qualifikationsspielen zur Teilnahme an den Olympischen Spielen in Innsbruck statt, die 1964 ausgetragen wurden. 

Acht Spieler des EV Füssen standen damals in der Auswahl der Bundesrepublik, die auf das Team der DDR traf. Die Begegnung ging 4:4 aus. Nach diesem Unentschieden qualifizierte sich die BRD durch ein 4:3 in Berlin für die Olympiade. „50 Jahre später freuen wir uns“, so Iacob, „dass wir die 15 Teilnehmer zur Curling-Olympiaqualifikation in Füssen begrüßen dürfen“. Das BLZ erweise sich „einmal mehr, als ganz wichtige sportliche Einrichtung“ in und für Füssen, sagte der Bürgermeister. Zwar habe sich Eishockey längst „in die Großstadt verlagert“, doch der EV leiste weiterhin vorbildliche Nachwuchsarbeit. In dieses Lob stimmte danach auch der Chronist Schubert ein, der den Bundesminister Wolfgang Schäuble zitierte. Schubert las einen Brief vor. Darin hatte Schäuble erklärt: Füssen bleibe „Garant für erfolgreichen und zukunftsfähigen deutschen Eishockeysport.“ cf

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