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Für Autoverkauf eingeschleust: Polizei schickt Albaner in seine Heimat zurück

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Polizei kontrolliert am Grenztunnel Füssen
Kemptener Bundespolizisten bewiesen am Dienstag den richtigen Riecher, als sie ein Auto aus Italien kontrollierten. © Bundespolizei

Füssen - Wohl über zehn Jahre illegal in Europa aufgehalten hat sich ein Albaner, der am Dienstag der Bundespolizei am Grenztunnel Füssen ins Netz gegangen ist. Die Beamten schickten den Mann mit dem Flugzeug zurück in sein Heimatland.

Der 42-Jährige war mit zwei Männern im Auto von Bologna nach Göttingen unterwegs, um dort ein Auto zu kaufen. Am Grenztunnel Füssen stoppten Kemptener Bundespolizisten das in Italien zugelassene Fahrzeug. Der 55-jährige italienische Fahrer sowie sein mitreisender 38-jähriger Landsmann konnten sich nach Angaben der Polizei ordnungsgemäß ausweisen. In der Mittelkonsole des Autos stellten die Polizisten jedoch ein zugriffsbereites Einhandmesser fest, welches sie dem Fahrer zuordnen konnten.

Der albanische Beifahrer legte den Beamten seinen gültigen Reisepass vor. In diesem Dokument, welches bereits 2012 ausgestellt worden war, befanden sich aber keine Ein- und Ausreisestempel. Albanische Staatsbürger, die über einen elektronischen Reisepass verfügen, sind jedoch nur für einen touristischen Kurzaufenthalt im Schengenraum von drei Monaten innerhalb eines halben Jahres von der Visumspflicht befreit.

Gefälschter Führerschein dabei

Der Südosteuropäer gab an, ein Jahr in Griechenland gewohnt zu haben und seit etwa sechs Jahren in Italien sesshaft zu sein. Seit 2006 sei der Albaner nicht mehr in seinem Heimatland gewesen. Einen Aufenthaltstitel für seinen Daueraufenthalt besaß der 42-Jährige aber nicht.

Die Bundespolizisten fanden bei der Durchsuchung noch einen griechischen Führerschein im Portmonee des Mannes. Die Beamten erkannten jedoch, dass es sich bei dem Dokument um eine Fälschung handelte.

Anzeige wegen versuchten Einschleusens von Ausländern

Die Fahrgemeinschaft war eigenen Angabe zufolge auf dem Weg von Bologna nach Göttingen, wo der Albaner vorhatte, ein Auto zu kaufen. Der Fahrer sollte Geld für die Spritkosten erhalten und im Falle einer Ersparnis beim Autokauf entsprechend daran beteiligt werden.

Die Bundespolizisten zeigten den Fahrzeuglenker wegen versuchten Einschleusens von Ausländern an. Der Italiener erhielt außerdem eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Den Beschuldigten und seinen Landsmann entließen die Beamten anschließend.

Der Albaner erhielt Strafanzeigen wegen versuchter unerlaubter Einreise und Verschaffens falscher amtlicher Ausweise. Da der Südosteuropäer im gesamten Schengenraum keinen legalen Aufenthalt begründen konnte, wies die Bundespolizei den Mann am Abend mit dem Flugzeug ab Memmingen in sein Heimatland zurück. Für die Rückführungskosten musste der 42-Jährige zudem 500 Euro zahlen.

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