„Die Arbeiten schreiten gut voran“

Das Haus Hopfensee wird umfangreich saniert – Platz für Vereine, Vorträge und Fortbildungen

Uli Pickl
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Noch ist Uli Pickl Ansprechpartner für die Sanierungsarbeiten, die derzeit im Haus Hopfensee laufen. Am 31. März wird er seine Rolle als Pächter an seinen Nachfolger übergeben.
  • vonMatthias Matz
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Füssen – Lässt die Corona-Lage es zu, soll das Haus Hopfensee zum 1. April wieder öffnen. Dann unter seinem neuen Pächter Guido Lindner. Derzeit gleicht das ehemalige städtische Kurhaus über dem Hopfensee aber noch einer einzigen Baustelle: Arbeiter und Schadstoffexperten beschäftigen sich dieser Tage mit den aus heutiger Sicht schweren „Bausünden“, die in den 1960er und -70er Jahre in dem Gebäude begangen wurden.

Insgesamt werden die Arbeiten an Lüftung, Heizung und Sanitäranlagen rund 187.000 Euro kosten, informiert Felix Blersch, Pressesprecher der Stadt. Denn weil seinerzeit, wie bereits mehrfach im Kreisboten berichtet, auch asbesthaltiges Material verbaut wurde, sind die Arbeiten aufwändig und die Schutzmaßnahmen hoch. Hinzu kommen die Kosten für die Sanierung des Saallichtes mit schätzungsweise 50.000 Euro. „Die Sanierungsarbeiten schreiten gut voran: Momentan wird das barrierefreie WC umgebaut und die Brandschutzklappen ausgetauscht“, berichtet Blersch. Im Laufe des Jahres sollen weitere Maßnahmen folgen wie etwa der Einbau von FU-gesteuerten Ventilatoren einschließlich CO2-Abluftfühler oder der Austausch der alten Heizungspumpen.

Auf acht einzelne Baustellen teilt sich die Sanierung und Modernisierung auf, die das Ziel hat, das „Haus Hopfensee“ unter der Regie des neuen Pächters Guido Lindner in die gastronomische Zukunft zu führen. Rathaus-Sprecher Blersch skizziert den Status quo: „Das Haus wurde immer wieder auf den aktuellen Stand gebracht, die jetzigen Maßnahmen konnten aber auf Grund der Dauer und der erforderlichen Luftreinhaltungsmaßnahmen nur bei einem Pächterwechsel durchgeführt werden.“

Neuer Untermieter

Blersch fügt ergänzend hinzu: „Im Rahmen des Pächterwechsels wurden auch die Konditionen der Verpachtung angepasst, auch im Zusammenhang mit der Vereinsnutzung und der Untervermietung an das Therapiezentrum Eggensberger.“ Tatsächlich wird es in Zukunft eine gravierende Änderung im Haus in der Höhenstraße 14 geben: aus drei Räumen wurde ein einziger. Andreas Eggensberger vom Biohotel Eggensberger bestätigte auf Nachfrage: „Ja, ich pachte 100 Quadratmeter links vom Foyer für Vorträge und Fortbildungen mit meinem Fortbildungszentrum.“ Als Untermieter von Uli Pickls Nachfolger Lindner wird er die Räume nutzen.

Geplant sind dreimal pro Woche Vorträge für Gäste und Kurgäste, zirka zehn Fortbildungen für Therapeuten beispielsweise zu den Themen Skoliose, Elektrotherapie, Triggerpunkttherapie oder Betriebliches Gesundheitsmanagement sowie Schlafkuren zum Thema „Gesunder Schlaf durch innere Ordnung“.

Darüber hinaus lädt Eggensberger Einheimische zu Vorträgen ein. Themen sind zum Beispiel Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Eggensberger freut sich: „Am 1. April bin ich Mieter, aber das Fortbildungs- und Vortragsprogramm ist coronabedingt noch nicht vollständig.“

Buntes Kulturprogramm

Ansprechpartner vor Ort ist derzeit aber noch Wirt Uli Pickl, der am 31. März seine Rolle als Pächter an seinen Nachfolger übergeben wird. Das ehemalige städtische Kurhaus führte Wirt Pickl mehr als 25 Jahre lang als Veranstaltungshaus (der Kreisbote berichtete). Seine weit über Füssen hinaus bekannte „Hopfenseebühne“ – eines der wenigen privaten Wirtshaustheater in Bayern – wird künftig mit Neuinszenierungen als Gast im Haus Hopfensee vertreten sein. Zu einem bunten Kulturprogramm – gestaltet durch die heimischen Vereine – sind Besucher aus nah und fern weiterhin eingeladen.

Wenn es die Wetterlage zulässt und es vor dem Hintergrund der Corona-Krise grünes Licht für Veranstaltungen und den Gastronomiebetrieb gibt, soll schließlich auch der Restaurantbetrieb auf der Terrasse wieder anlaufen.

cf/mm

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