EV Füssen besiegt den EC Oberstdorf auch im Rückspiel

EV Füssen feiert Torreigen

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Der EV Füssen (schwarz-gelb) freut sich über einen Treffer gegen Oberstdorf.

Füssen – Die Heimpremiere des EV Füssen ist geglückt: Durch einen am Ende sicher zu hoch ausgefallenen 9:3-Erfolg besiegte die junge Füssener Mannschaft den Landes-ligisten EC Oberstdorf auch im Rückspiel, das rund 500 Zuschauern sehen wollten.

Beide Trainer hatten bei ihren Teams mit Handicaps zu kämpfen. Während die Gäste die vergangene Woche nicht trainieren konnten, fehlten beim EVF Neuzugang Vincent Wiedemann, der aus dem Kaufbeurer DNL-Team stammt, sowie Routinier Sascha Golts. Zum Ende des zweiten Drittels musste auch noch der angeschlagene Eric Nadeau passen. Dafür kam in der Verteidigung Testspieler Dennis Gröger zum Einsatz. 

Oberstdorf macht Druck 

Die Eisbären machten zu Beginn mächtig Druck und zeigten, dass sie sich für die Heimniederlage revanchieren wollten. Der 15-jährige Maximilian Meier im Füssener Kasten konnte sich in der Anfangsphase nicht über mangelnde Beschäftigung beklagen. Doch dem EVF gelang es sich bald zu befreien. Bereits in der dritten Spielminute erzielte Björn Friedl (Florian Simon, Tobias Dressel) den Führungstreffer für Füssen. Nun gaben immer mehr die Hausherren den Ton an. 

Durch eine Einzelleistung von Marvin Schmid gelang in der neunten Minute auch das 2:0. Doch gleichzeitig erhielt der Torschütze auch eine Strafzeit, diese nutzte der ECO durch Florian Umbreit zum Anschlusstreffer. Nur eine Minute später profitierte der gleiche Spieler von einer Unachtsamkeit in der Füssener Abwehr und traf sogar zum Ausgleich. Weitere Strafen brachten den EVF anschließend in Bedrängnis, kaum komplett konnte Maximilian Schorer aber ein Zuspiel von Marc Besl zur erneuten Führung für die Schwarz-Gelben in der 14. Minute nutzen. Und nur eine Zeigerumdrehung später war das 4:2 durch einen Abstauber von Friedl (Simon) perfekt. 

Im zweiten Abschnitt kam beim EVF dann Fabian Schütze im Tor zum Einsatz. Er hatte ebenso wie sein Gegenüber genug zu tun, vor allem in der 28. Minute, als er mit einer Parade in höchster Not retten konnte. Zuvor war es seiner Mannschaft nicht gelungen in doppelter Überzahl eine ganze Reihe hochkarätiger Chancen zu nutzen. Erneut in numerischer Überlegenheit traf dann aber Gröger auf Zuspiele von Schorer und Besl zum 5:2. Zwei aufeinanderfolgende Strafzeiten brachten auch den Eisbären die Chance zum Anschluss, und diese nutzte Stürmer Umbreit auch mit seinem dritten Treffer. 

Es folgte die schwächste Phase der Füssener. Da sie unkonzentriert spielten, hatten die Gäste immer wieder Chancen. Doch Schütze ließ sich nicht mehr überwinden, so dass die Hausherren mit einer 5:3-Führung in die Kabine gingen. 

Gästen geht Kraft aus 

Im Schlussdrittel sahen die Zuschauer wieder eine couragierte Vorstellung des EVF, während beim Gegner die Kräfte etwas zu schwinden schienen. Mit Florian Glaswinkler kam auch noch ein dritter Goalie zum Einsatz, der ebenso wie seine beiden Vorgänger fehlerfrei agierte. Trotz der läuferischen und spielerischen Über-legenheit der Füssener dauerte es gegen die kämpferisch agierenden Gäste bis zur 55. Minute, ehe Besl (Schorer M., Dressel) das vorentscheidende sechste Tor gelang. Der Widerstand des ECO war nun gebrochen, und im Minutentakt legte der EVF noch drei weitere Treffer durch Manuel Vacca (Marius Keller), der zum ersten Mal für den EVF auf dem Eis stand, Schorer M. (Besl, Christian Krötz) und Keller (Vacca) zum 9:3-Endstand nach. 

Zufrieden mit Zuschauern 

Während Trainer Thomas Zellhuber nur mit dem Mittelabschnitt nicht ganz zufrieden war, lobte er besonders die starken Phasen im ersten Drittel sowie den Schlussabschnitt. Zu diesem Zeitpunkt mussten die jungen Spieler durch das Fehlen von Golts und Nadeau Verantwortung übernehmen und meisterten diese Aufgabe bestens. Vorstand Lukas Jentsch zeigte sich mit dem Zuschauerzuspruch sehr zufrieden und bedankte sich bei allen, die den Neustart des Füssener Eishockeys unterstützen. Nach dem zweiten Sieg gegen den Landesligavertreter steht am Samstag, 10. Oktober, das nächste Vorbereitungsspiel auf dem Programm. Gegner am Kobelhang ist um 20 Uhr die SG Bayersoien/Peiting, die im Vorjahr mit 15 Siegen aus 16 Spielen den Meistertitel in der Bezirksliga Gruppe Süd errang. kb

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