IG fordert Sperrung für Busse und Verbote für Camper

Füssen: Im Faulenbacher Tal soll es ruhiger werden

Parkplatz in Bad Faulenbach
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Der Verkehr in Bad Faulenbach nimmt stetig zu. Eine Sperrung für Busse und ein Nachtparkverbot für Camper und Wohnmobile fordert daher jetzt die IG Bad Faulenbach.
  • Matthias Matz
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Füssen – Den Bad Faulenbachern reicht es: Geht es nach ihrer gleichnamigen Interessengemeinschaft (IG), wird der Stadtrat in seiner Sitzung am kommenden Dienstagabend, 27. Juli, das Tal für Busse mit einem Gewicht von über 7,5 Tonnen sperren. Das hat die IG zumindest schriftlich bei der Stadtverwaltung beantragt. Außerdem fordern die Mitglieder ein Nachtparkverbot für Wohnmobile auf allen öffentlichen Flächen in dem Ortsteil. 

Ein Ort der Ruhe und Erholung sowie ein wesentlicher Bestandteil des „Masterplan Kneipps“ soll Bad Faulenbach sein – so wollen es die Touristiker, so wollen es die Mitglieder der IG Bad Faulenbach. Ein Problem auf dem Weg dahin sieht der Vorstand der IG allerdings in dem stetig zunehmenden Verkehr in dem idyllischen kleinen Tal, das mit dem Auto nur über eine enge Schlucht zu erreichen ist.

Vor dem Hintergrund eines neuerlichen Eigentümerwechsels beim Europapark-Hotel hat er deshalb nun bei der Stadtverwaltung eine Sperrung des Tals für Busse mit einem Gewicht von über 7,5 Tonnen beantragt. Nur in Ausnahmen soll es Bussen in einzelnen Fällen gestattet werden, in das Tal zu fahren – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es nicht mehr als 20 im Jahr werden und die Zufahrt lediglich zwischen 8 und 20 Uhr stattfindet.

Damit greife man ein langjähriges Anliegen der Faulenbacher Bürger auf, heißt es in dem Antrag, der dem Kreisboten vorliegt. „Der bisherige Busverkehr führte zu ständigen Beeinträchtigungen der Verkehrsabwicklung und zu Belästigungen der Nachbarn und Vermieter bis hin zu Sachschäden“, schreiben die Antragsteller. In der Vergangenheit seien täglich bis zu 14 Busbewegungen registriert worden. Dabei habe man festgestellt, „dass die vorgeschriebenen Zufahrtszeiten und die maximal zugelassene Länge der Busse so gut wie gar nicht eingehalten worden sind“.

Überdies sei bei der Erschließung des Tals in den 70er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Maximalbelastung von 7,5 Tonnen beschlossen worden. Im Laufe der Jahrzehnte seien die Fahrzeuge aber immer größer und schwerer geworden und würden mit mittlerweile meist drei Achsen den vorgegeben Wert weit übersteigen.

Zusätzlich belastet werde die Infrastruktur durch die auch immer größer und schwerer werdenden Lieferfahrzeuge, die aber weiterhin Faulenbach anfahren sollen. Bereits jetzt mache es den Anschein, dass der Hang von der Morisse zur Schlucht bereits nachgebe. Dazu kommen Risse im Asphalt. Darüber hinaus sei durch die steigende Zahl an Urlaubern mit einer Zunahme an gefährlichen Situationen zwischen Radfahrern, Fußgängern, Autos und Bussen zu rechnen,heißt es darüber hinaus.

Verbot für Camper?

Neben der Sperrung des Tals für Busse fordert die IG den Erlass eines Nachtparkverbots für Camper auf allen öffentlichen Flächen im Ortsteil. Ein Camping-Verbot gilt dort bereits. „In letzter Zeit wird festgestellt, dass Bad Faulenbach ein beliebter Übernachtungsplatz für Wohnmobile und andere Campingfahrzeuge ist“, schreiben die Antragsteller. Und nachdem die Stadt das Parken auf dem Minigolf-Parkplatz mittlerweile verboten habe, seien die Camper auf die Parkfläche am Fischhausweg ausgewichen. „Hier stehen besonders am Wochenende bis zu zehn Wohnmobile über Nacht“, heißt es. Die Folge: schon morgens überlaufende Mülleimer.

Alternativ dazu, so der Vorschlag der IG Bad Faulenbach, könnten sich die Faulenbacher über die geplanten Anwohnerparkplätze dort einen Platz sichern. „Es haben einige Faulenbacher hier Interesse bekundet.“

Den Antrag beraten und womöglich auch bereits auch beschließen soll der Stadtrat am kommenden Dienstag, 27. Juli. Beginn der Sitzung ist um 17 Uhr im Haus Hopfensee.

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