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Maschinenbauer »transco« will erweitern – Räte fordern genauere Angaben

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Von: Katharina Knoll

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Maschinenbauer „transco Drehautomaten“ in Füssen.
Der Maschinenbauer „transco” will eine fast 16 Meter hohe Halle anbauen. Doch der Bebauungsplan erlaubt in diesem Bereich nur Gebäude mit einer Höhe von bis zu acht Metern. © Matz

Füssen – „transco Drehautomaten“ möchte sein Werk um eine fast 16 Meter hohe Halle erweitern. Da den Räten noch Infos dazu fehlten, lehnten sie die Anfrage ab.

Aus betrieblichen Gründen möchte der Maschinenbauer sein Werk erweitern, informierte Bauamtsleiter Armin Angeringer die Räte. Die dafür nötigen Parkplätze könne der Antragsteller nachweisen. Der Knackpunkt an der Sache ist jedoch die geplante Höhe der Halle. Die ist mit 15,90 Meter fast doppelt so groß als das, was im Bebauungsplan erlaubt ist, so der Bauamtsleiter. Dieser schreibt für das Areal zweigeschossige Gebäude von maximal acht Metern Höhe vor. Aber: „Die acht Meter wurden bereits an diversen Stellen überschritten.“

Weil mit einer Höhe von 15,90 Meter allerdings in die Grundzüge der Planung eingegriffen werde, reicht dafür nach Aussage des Landratsamtes Ostallgäu eine Befreiung vom Bebauungsplan nicht aus. Für das Vorhaben müsste der Bebauungsplan geändert werden. Deshalb sollte mit dem Antragsteller erst einmal geklärt werden, ob diese Gebäudehöhe betriebstechnisch wirklich nötig sei, meinte der Bauamtsleiter.

„Mich würde interessieren, was da hinten passieren soll“, meinte BfF-Stadtrat Dr. Martin Metzger. Betriebliche Gründe als Auskunft seien ihm für eine Entscheidungsfindung zu wenig. Gleicher Ansicht war Christoph Weisenbach (CSU). Auch offene Punkte zum Thema Parkplätze und Haftungsfragen wegen des angrenzenden Waldes müssten geklärt werden. „Da fehlt noch sehr viel.“

„Im Vorderegger Weg diskutieren wir um 40 Zentimeter herum und hier sollen wir einen Blankoscheck für acht Meter ausstellen. Da kann ich nicht mitgehen“, meinte Freie Wähler-Stadtrat Thomas Scheibel. Stimme das Gremium dem zu, öffne es das Tor für die gesamte Kemptener Straße, warnte er.

Bestand prüfen

Deshalb regte er an, erst einmal abzuklären, welche Gebäudehöhen es derzeit dort gibt, bevor man den Bebauungsplan neu aufstellt. „Wenn man den Bebauungsplan so aushebelt, können wir uns das Aufstellen von Bebauungsplänen künftig ganz sparen“, meinte er.

Diese Anregung nahm die Stadtverwaltung auf. Bevor über die Bauvoranfrage entschieden werde, soll die Verwaltung das Projekt im Detail mit dem Bauwerber besprechen und eine Bestandsaufnahme in der Gegend machen. Dafür sprach sich das Gremium bei einer Enthaltung von Jürgen Doser (FWF) einstimmig aus.

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