Ein Abschied voller Dank

Nach 25 Jahren legt Uli Pickl offiziell die Leitung des Haus Hopfensee nieder

 Uli (rechts) und Florian Pickl im Haus Hopfensee
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Vater und Sohn: Nach vielen gemeinsamen Jahren im „Haus Hopfensee“ werden Uli (rechts) und Florian Pickl geschäftlich bald getrennte Wege gehen.

Füssen – Nach 25 Jahren ist Schluss: Zum 31. Dezember hat Uli Pickl offiziell als Wirt im Haus Hopfensee aufgehört. Doch ganz weg ist er noch nicht. In den kommenden Wochen wird er noch einige Renovierungsarbeiten betreuen, bevor sein Nachfolger am 1. April seinen Einstand feiern wird.

Uli Pickl ist ein dankbarer Mensch. Das merkt man nicht nur im Gespräch über sein bisheriges Leben und seine Zeit als Wirt des „Haus Hopfensee“, das er 25 Jahre lang geführt und dessen Leitung er zum 31. Dezember offiziell niedergelegt hat. Doch endgültig verlassen wird er das ehemalige Kurhaus hoch über dem Hopfensee noch nicht. So wird der Koch, Bühnendichter, Volksschauspieler, ehemalige Kommunalpolitiker und Buchautor, der am Sonntag, 3. Januar, 70 Jahre alt wird, noch einige Renovierungsarbeiten betreuen. Dabei soll unter anderem der Brandschutz und die Beleuchtung auf Vordermann gebracht werden.

Es soll alles in einem Tiptop-Zustand sein, wenn ich den Betrieb an den neuen Pächter übergebe.

Uli Pickl, Wirt im Haus Hopfensee

„Es soll schließlich alles in einem Tiptop-Zustand sein, wenn ich den Betrieb an den neuen Pächter übergebe“, erklärt Pickl. Sein Nachfolger stehe derzeit „zu 99 Prozent“ fest. Am 1. April möchte er ihm einen bestmöglichen Einstand bescheren. Schließlich habe er, als er Mitte der neunziger Jahre das „Haus Hopfensee“ als erster Privatbetreiber eines ehemaligen Kurhauses in Bayern übernommen hatte, ebenso gute Voraussetzungen vorgefunden.

Dafür möchte er sich noch einmal bedanken, wie Pickl erklärt. Seinem Schicksal ist er aber auch „für viele Leute, die es gut mit mir gemeint haben“ dankbar. So gelang es ihm ganz im Stile eines Stehaufmännchens, immer wieder die verschiedensten Nackenschläge, wie etwa den frühen Tod seiner Mutter oder spätere „finanzielle Schieflagen“ zu verkraften, bevor er sich vor 25 Jahren im „Haus Hopfensee“ auch seinen Traum von einer eigenen Theaterbühne erfüllte.

Während er dort im Laufe der Zeit nicht nur gastronomisch, sondern mit seiner „Hopfenseebühne“ auch kulturell auf sich aufmerksam machte, hinterließ er als SPD-Stadtrat zudem kommunalpolitisch seine ganz persönlichen Spuren in Füssen, die von Herzlichkeit, Geselligkeit, geradliniger Offenheit und Ehrlichkeit zeugen. Darüber hinaus engagiert er sich für das Projekt „Little Smile Sri Lanka“.

Ungewöhnliches Ende

Die derzeitige Corona-Pandemie trifft den Autor der Autobiographie „Erschreckend gut“ ganz besonders hart. Schließlich habe er sich seinen Abschied vom „Haus Hopfensee“ so nicht vorgestellt, wie er betont. Waren doch in der Vergangenheit gerade die letzten Tage im Jahr mit Weihnachten und Silvester große Anlässe zum Feiern, zu denen Pickl immer wieder „viel Stammpublikum“ zu Gast hatte.

Im vergangenen Vierteljahrhundert als Wirt in Hopfen am See habe es darüber hinaus weitere Highlights gegeben. So erinnert sich Pickl gerne an gut besuchte Veranstaltungen mit teils recht prominenten Persönlichkeiten wie zum Beispiel dem Abenteurer Rüdiger Nehberg und dem Münchner Pfarrer Günter Maria Schießler.

Pickl, der im mittelschwäbischen Kirchhaslach geboren ist, hofft denn auch, dass er 2021 noch weitere Aufführungen seiner „Hopfenseebühne“ feiern und jene zehn Hochzeiten gastronomisch nachholen kann, die 2020 wegen der Corona-Pandemie verschoben wurden. Schließlich habe er dem neuen Pächter zugesichert, ihm in diesem Jahr noch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

lex

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