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Naturschutzverbände stellen Forderungen

Kettensäge sägt Ast ab.
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Die Baumfreunde haben beim Treffen mit dem Umweltausschuss eine Baumschutzverordnung gefordert. Mit dieser soll privaten Grundstücksbesitzern vorgeschrieben werden, ob sie einen Baum auf ihrem Grundstück fällen dürfen oder nicht.

Füssen – Mit einer Reihe von Forderungen von Natur- und Umweltschutzverbänden sahen sich jetzt die Mitglieder des Umweltausschusses des Stadtrates konfrontiert. Vor allem die Baumfreunde und Greenpeace hatten in einem Treffen des von den beiden Stadträten Andreas Eggensberger (CSU) und Dr. Martin Metzger (BfF) geleiteten Umweltbeirats ihre Ideen eingebracht. Während die eine oder andere davon bereits umgesetzt ist, sorgten andere für wenig Begeisterung.

Dazu gehörte insbesondere der neuerliche Ruf der Baumfreunde nach einer Baumschutzverordnung. Mit dieser soll privaten Grundstücksbesitzern vorgeschrieben werden, ob sie einen Baum auf ihrem Grundstück fällen dürfen oder nicht. In der Vergangenheit war ein solches Vorgehen bei den Stadträten auf Ablehnung gestoßen und auch der neue Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) machte klar, dass er Probleme mit einer solchen Verordnung hat. „Wir greifen damit in Eigentumsrechte ein!“ Gleichwohl soll das Thema nochmals diskutiert werden. Gleiches gilt für den Vorschlag der Baumfreunde, Bürger als Baumpaten zu werben. Diese sollen sich dann um große, alte Bäume in der Stadt kümmern, die wichtig für das Mikroklima seien: etwa durch Gießen oder das Bepflanzen der Baumscheiben.

Für Diskussionsbedarf bei den Stadträten sorgte die Forderung von Greenpeace, künftig Schotter- und Steingärten zu verbieten, da diese angeblich zum Artensterben beitragen würden. Unterstützung erhielt die Verbotsforderung zwar von Stadtrat Dr. Metzger, der sagte: „Wir sollten grundsätzlich darüber nachdenken, ob wir das in unseren Bebauungsplänen und die Freiflächengestaltungssatzung aufnehmen.“ Jürgen Doser von den Freien Wählern äußerte indes seine Zweifel am Vorgehen von Greenpeace. Vor allem der Begriff „Verbot“ störe ihn an der Debatte. „Man kann das anders ausdrücken!“, sagte er. „Man muss die Menschen aufklären und so müssen wir es auch kommunizieren.“ Fraktionskollege Thomas Scheibel wies darauf hin, dass es in den USA genau umgekehrt und Steingärten ausdrücklich erwünscht seien. „Dort sagt man, Steingärten verbrauchen weniger Wasser.“

Weniger Plastik

Offene Türen rannte Greenpeace hingegen mit der Forderung nach einer verstärkten Nutzung von Fairtrade-Produkten in städtischen Einrichtungen, etwa dem Bauhof, ein. „Wir sind da sehr sehr intensiv dran!“, versicherte Bürgermeister Eichstetter. „Wir beschäftigen uns sehr damit.“ Auf Plastikbesteck werde bei städtischen Veranstaltungen wie dem Stadtfest oder dem Adventsmarkt ohnehin schon verzichtet, wie Eichstetter auf Nachfrage von Stadtrat Scheibel erklärte.

mm

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