»Ökumene liegt mir am Herzen«

Pfarrerin Nadine Keyser tritt ihren Dienst in Füssen an

Pfarrerin Nadine Keyser ist neu in Füssen.
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Die Zeit der Vakanz auf den Füssener Pfarrerstellen ist vorbei: Nadine Keyser hat im März ihren Dienst im Füssener Land angetreten. Die „Neue“ wird ihren Dienst an vier Orten leisten.
  • Katharina Knoll
    vonKatharina Knoll
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Füssen – Seit März hat die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Füssen eine neue Pfarrerin. Nadine Keyser erhielt eine volle Stelle und ist zuständig für Füssen, Schwangau, Halblech und Hopferau. Sie folgt damit dem Pfarrerehepaars Andreas und Ilka Huber nach. 

Ein Aushang im Schaukasten der Christuskirche weist auf den Ökumenischen Gottesdienst am Samstag, 17. April, um 18 Uhr hin. Pfarrer Peter Neubert, der im September 2020 seinen Dienst bei der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Füssen antrat, predigt zum Abschluss der Woche zur Einheit der Christen. Unter den Zuhörern wird seine Kollegin Nadine Keyser sein, die Nachfolgerin des Pfarrerehepaars Andreas und Ilka Huber ist.

„Ökumene liegt mir sehr am Herzen“, unterstreicht Keyser gegenüber dem Kreisbote, nachdem sie am vergangenen Sonntag über die bewegende Szene aus dem Johannesevangelium gesprochen hatte, als der auferstandene Jesus seinen überraschten Aposteln beim Fischen begegnet. „Menschen für ihren Alltag Mut machen“, sieht die Pfarrerin als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an.

Praxisorientiertes Auslandssemester in Oslo

Keyser, die aus dem unterfränkischen Raum stammt, wuchs in Bad Neustadt an der Saale auf, der Vater katholisch, die Mutter evangelisch. Bereits als Jugendliche habe sie den Wunsch verspürt, Pfarrerin zu werden, erzählt sie. In ihrer Heimatgemeinde engagierte sie sich in der Kinder- und Jugendarbeit. Zum Studieren ging sie schließlich nach Neuendettelsau, Tübingen und München. Eine besondere Station ihrer Studienjahre war das Semester in Oslo, das sie durch ein Hochschulaustauschprogramm absolvieren konnte und – wie sie ergänzt – sehr praxisorientiert ausgerichtet gewesen sei.

Erste Stelle als Pfarrerin

Als Studentin lernte sie den gebürtigen Schongauer Paul Keyser kennen. Er war ein Kommilitone, der zum Freund, zum Partner und schließlich zu ihrem Ehemann wurde. Mit ihm zog sie nach Nürnberg, wo sie ihr Vikariat absolvierte. Keyser berichtet: „In dieser Ausbildung zur Pfarrerin hatte ich eine sehr schöne Zeit.“

Ihre erste Stelle als Pfarrerin möchte sie sehr offen und mit „viel Freude an den Aufgaben des Pfarrberufs“ angehen. Bleibt die Frage, wie sie ihre Freizeit gestaltet. Sie spiele Klavier, unternehme gern etwas mit Bekannten – „Corona macht´s natürlich schwieriger!“ und sei gern draußen in der Natur. „Ich freue mich daher schon sehr auf die Berge, aufs Wandern und Skifahren.“

cf

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