EV Füssen scheitert knapp

Trotz der Unterstützung der Fans verlieren die Leoparden knapp mit 3:5 das vierte Match gegen Halle um den Einzug ins Play-off-Halbfinale. Foto: Köhntopp

Der EV Füssen musste sich dem MEC Halle am Freitag im entscheidenden vierten Play-off-Spiel mit 3:5 geschlagen geben. Damit steht Halle und nicht Füssen im Halbfinale. Für die Leoparden bedeutet das nunmehr das Saisonende.

Trotzdem kann die Mannschaft stolz auf ihre gesamte Saisonleistung zurückblicken bei der Doppelbelastung der DNL-Spieler „und bei deutlich schwächeren Kontingentspielern gegenüber der Vorsaison”, meinte Trainer Holzmann. „Immerhin Tabellendritter und die erste Runde der Play-off überstanden“, resümierte er weiter. Das „Ausverkauft“-Schild konnte am vergangenen Sonntag an seinem Ort liegen bleiben. Im letzten Spiel der Saison fehlten Yannik Baier (gesperrt), Kilian Keller, Ruslan Bezshchasnyi und Douglas Kublin krankheits- und verletzungsbedingt. Während des Spiels fiel auch noch Joel Titsch aus und Kapitän Eric Nadeau konnte bedingt durch Schmerzmittel wegen seiner Verletzung naturgemäß nicht die volle Leistung bringen. Andreas Jorde stand wieder im Tor und er hielt wie schon am Dienstag vergangener Woche hervorragend. Gegen die Tore der Gegner aus Halle konnte er nichts machen. Dass das erste Drittel torlos blieb, war neben Jorde auch dem gegnerischen Torwart Lukas Steinhauer zu verdanken, der bei den wenigen, aber höchst gefährlichen Angriffen der Füssener vor allem durch Daniel Schmölz, klasse hielt. In der 22. Minute war es dann doch Daniel Schmölz, der auf Zuspiel von Andrej Naumann und Sascha Golts dieses Mal die Oberhand mit der Führung behielt. Während Halle sich in den nächsten paar Minuten verunsichert zeigte, hätte Füssen in dieser Zeit bei mehr Konzentration nachlegen können und müssen, aber es klappte einfach nicht. Als in der 28. Minute Joel Titsch dann bei einem laut Trainer Holzmann fairem Kampf schwer verletzt wurde, musste er auf einer Trage in die Kabine gebracht werden, wobei sich ein Sanitäter schon beim Betreten der Eisfläche schwer tat und außerdem noch beim Wegtragen samt Trage auf das Eis stürzte. Erste Diagnose: ein Bänderriss im Knie. In der 32. Minute stand es in Füssener Überzahl dann plötzlich 1:1, vorausgegangen war ein Fehlpass. Doch nur zwei Minuten später hatte Sascha Golts auf hervorragende Vorarbeit von Benjamin Kronawitter und Andrej Naumann keine Mühe, das 2. Füssener Tor zu erzielen. Eine Füssener Konzentrationsschwäche gut eine Minute später war Ursache für den erneuten Ausgleich und eine Überzahl brachte sogar die Gastgeber mit 3:2 in Front, wobei 38 Sekunden vor der Pause eine Riesenmöglichkeit für Füssen wegen eines klasse Reflexes von Steinhauer nichts einbrachte. Doch nach gut einer Minute im letzten Abschnitt war dann Veit Holzmann (Benjamin Kronawitter, Simon Sezemsky) zum Ausgleich erfolgreich. Doch dann machte sich der Kräfteverschleiß auf Füssener Seite immer mehr bemerkbar, Halle reagierte und Ivan Kolozvary mit seinem zweiten Tor läutete in der 48. Minute nochmals eine starke Angriffswelle der Gastgeber ein, die in der 51. Minute zum 5:3 führte. Füssen ließ sich dann zwar nicht mehr überwinden und hatte sogar kurz vor Ende des Spiels noch eine Chance. Das Ruder konnten die Schwarz-Gelben nicht mehr herumreißen, wobei der Sieg der Mannschaft von Halle verdient war, was Trainer Georg Holzmann ausdrücklich betonte. Füssen hat sich mit seiner jungen und noch lernfähigen Mannschaft in den Spielen gegen die Halleschen Profis gut verkauft, wobei ein Weiterkommen, vor allem bei vollzähliger Mannschaft, nicht unmöglich gewesen wäre.

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