Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung und Stadt Füssen stehen kurz vor der Einigung

Verhandlungen laufen

+
Wann genau der KVS in Füssen mit seiner Arbeit beginnt, ist zwar noch unklar. Die Verhandlungen stehen aber kurz vor dem Abschluss.

Füssen/Bad Tölz – Für Raser wird es in Füssen demnächst ernst.

Die Verhandlungen zwischen der Stadt Füssen und dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland (KVS) stehen kurz vor dem Abschluss. Das teilte Hauptamtsleiter Andreas Rist auf Nachfrage des Kreisbote mit. Es gehe lediglich noch um Formalien. Ab wann der Verband in Füssen blitzt, steht aber noch nicht fest.

Für diejenigen Autofahrer, die das rechte Gaspedal gerne mal etwas fester durchtreten, könnte es künftig eng werden. Denn wie bereits mehrfach berichtet, werden künftig neben der Polizei mit ihrer Laserpistole auch die Mitarbeiter des KVS mit modernster Überwachungstechnik im Stadtgebiet auf die Jagd nach Temposündern gehen. Die entsprechenden Verhandlungen zwischen Verwaltung und Zweckverband stehen kurz vor dem Abschluss. „Es werden noch Formalien erarbeitet“, so Rist gegenüber dem Kreisbote. 

Womöglich könne die Verwaltung den Gremien bereits im September die Ergebnisse präsentieren. Erst im Mai hatte der Stadtrat mehrheitlich für eine Überwachung des fließenden Verkehrs durch den KVS gestimmt. Rist betonte einmal mehr, dass es bei der Vereinbarung nicht darum gehe, die Stadtkasse zu füllen. „Es geht um die Sicherheit!“ 

Deshalb solle künftig vor allem vor Schulen und Kindergärten sowie anderen Schwerpunkten geblitzt werden, kündigte er an. „Die sind ein wichtiger Bereich.“ Tatsächlich hatten Probemessungen Ende vergangenen Jahres vor allem in Tempo-30-Zonen zum Teil eklatante Verstöße der Autofahrer zu Tage gebracht. So wurde seinerzeit in der Welfenstraße acht Tage lang probeweise und ohne Ahndung der Verstöße das Tempo überwacht. Bei durchschnittlich 3544 Fahrzeugen am Tag hätten dort pro Tag acht Fahrer ihren Führerschein vorübergehend abgeben müssen.

Vorbild Schongau

In Schongau ist nach Angaben von Verbandsgeschäftsführer Michael Braun die Zahl der Tempoverstöße innerhalb weniger Monate um die Hälfte zurück gegangen. Die eingegangenen Verwarn- und Bußgelder gehen Braun zufolge 1:1 an die beteiligten Städte und Kommunen. Sollte der Verband, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, Gewinne erzielen, fließen diese an die Kommunen zurück. So sind Braun zufolge allein im vergangenen Jahr über 357.000 Euro an die Gemeinden zurück gezahlt worden.

Hauptamtsleiter Rist bekräftigte nochmals, dass vor Beginn der Messungen die Autofahrer darauf hingewiesen werden, dass es nun ernst werde.

Matthias Matz

Auch interessant

Meistgelesen

Ein "Ort mit Wohlfühl-Atmosphäre"
Ein "Ort mit Wohlfühl-Atmosphäre"
Unbeständige Sicherheitslage
Unbeständige Sicherheitslage
Hinterseer dreht in Tannheim
Hinterseer dreht in Tannheim
"Der Sommer war sehr gut"
"Der Sommer war sehr gut"

Kommentare