Keine Umwandlung mehr in Ferienwohnungen

CSU Füssen will mit Wohnraumoffensive für mehr bezahlbare Wohnungen in Füssen sorgen

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In den vergangenen Jahren hat die Stadt Füssen viele Neubaugebiete ausgewiesen, wie hier auf dem ehemaligen Kurhausareal. Trotzdem mangelt es in der Lechstadt an Wohnraum. Vor allem an bezahlbaren. Deshalb hat die CSU Füssen jetzt eine „Wohnraumoffensive” erarbeitet.

Füssen – Wer in Füssen eine bezahlbare Wohnung sucht, braucht viel Zeit und gute Nerven. Dieses Problem will jetzt die CSU Füssen unter ihrem Vorsitzenden und Bürgermeister-Kandidaten Maximilian Eichstetter angehen. 

Fest stehe: „Einheimische können sich kaum noch eine adäquate Wohnung leisten und unsere ortsansässigen Unternehmer finden auch wegen hoher Mieten kein Personal”, so die CSU. Derzeit gebe es über 1600 Zweitwohnsitze in Füssen. Über 250 neue seien in den vergangenen Jahren dazugekommen. 

Diese will Eichstetter strenger regulieren lassen. „Das Ziel ist es mehr Wohnraum für Einheimische zu schaffen und diesen bezahlbar zu machen”, sagte der CSU-Ortsvorsitzende. „Eine reine Erhöhung der Zweitwohnungssteuer ist ein wichtiger Baustein auf diesem Weg und ein Teil der Lösung. Zusätzlich bedarf es jedoch eines Gesamtkonzepts zur Schaffung von mehr Wohnraum für Einheimische und dieses Konzept haben wir.“ 

Zwar wurden in den vergangenen Jahren über 500 Wohneinheiten in Füssen und seinen Stadtteilen errichtet. Die Situation am Wohnungsmarkt habe sich für die Füssenerinnen und Füssener jedoch nicht verbessert. Das zeige, so die CSU, dass mit Neubauten alleine der große Bedarf an Wohnraum in Füssen nicht gedeckt werden könne. „Neubauten sind ein wichtiger Baustein, können aber nur ein Teil der Problemlösung sein“, ist der Ortsverband überzeugt. Deshalb habe er eine sogenannte Wohnraumoffensive“ erarbeitet. Einige Auszüge daraus: 

Zweitwohnungssteuersatz: Dieser werde an Gemeinden bzw. Städte mit ähnlicher Struktur angepasst und erhöht. Über die erhöhte Zweitwohnungssteuer sollen dem Immobilienmarkt mehr Wohnungen zufließen. Und durch ein größeres Angebot an Immobilien auf dem Markt werden steigende Mieten verhindert. Die Mehreinnahmen der Stadt durch die erhöhte Zweitwohnungssteuer sollen in die Sanierung städtischer und leerstehender Liegenschaften fließen. Da sie sich im Eigentum der Stadt Füssen befinden, könne sie diese als bezahlbaren Mietwohnraum für die einheimische Bevölkerung anbieten. 

Liegenschaften: Das Sanierungskonzept, das die Stadt zur Sanierung der städtischen Liegenschaften erstellt hat, soll gemäß eines Prioritätenkatalogs umgesetzt werden. Außerdem sollen keine weiteren städtische Liegenschaften verkauft werden. 

Keine Umwandlungen: Wohnungen sollen nicht mehr zu Ferienwohnungen umgewandelt werden. Es sollen auch keine weiteren Zweitwohnungen in der Lechstadt entstehen, damit Füssen eine lebendige und auch belebte Stadt bleibt. Die CSU möchte deshalb eine Satzung erlassen, damit Wohnraum nur als Wohnraum genutzt wird (Zweckentfremdungssatzung). 

Neubauten: Flächenschonende Entwicklung von neuem Bauland. Neue Bauplätze und Wohnraum schaffen, bevorzugt für einheimische Familien. Dort, wo es sinnvoll ist, soll mit Maß und Ziel nachverdichtet werden. 

Erhaltungssatzung: Um der Stadt Füssen mehr Möglichkeiten einer nachhaltigen Stadtentwicklungen zu geben, will die CSU eine Satzung erlassen, um Vorkaufsrechte bei Verkäufen von unbebauten Grundstücken ausüben zu können. 

Grünflächen: Erhalt und Aufwertung von qualitätsvollen Grünflächen für nachfolgende Generationen. 

Nicole Eikmeier, Maximilian Eichstetter, Christoph Weisenbach und Andreas Harbich sind davon überzeugt, dass sie mit diesen und anderen bereits ausgearbeiteten Maßnahmen zügig einen positiven Effekt für die einheimische Bevölkerung am Füssener Immobilienmarkt ermöglichen können.

kb

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