Ungewöhnlicher Fund

Zoll findet bei Fahrzeugkontrolle in Füssen 800 Liter Alkohol

Flaschen gefüllt mit Alkohol.
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Über 800 Liter Alkohol findet der Zoll in zwei Kleintransportern.

Füssen – Über 800 Liter hochprozentigen Alkohol entdeckten Zollbeamte der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) und Bundespolizei am Dienstag kurz nach Mitternacht bei der Kontrolle von zwei Kleintransportern am Grenzübergang Ziegelwies. Neben einer Sicherheitsleistung von über 7000 Euro müssen die beiden Fahrer auch noch rund 4200 Steuern nachzahlen.

Beide Fahrer der Transporter mit englischer Zulassung gaben laut Hauptzollamt Augsburg an, von Albanien über Italien und Österreich Kuriergepäck nach Großbritannien zu bringen. Einer der Albaner wies sich als Inhaber einer Transportfirma aus und erklärte, keine verbrauchsteuerpflichtigen oder verbotenen Waren geladen zu haben. Bereits ein erster Blick in den Transporter offenbarte den Beamten aber eine Vielzahl an Kanistern und wieder befüllten Plastikflaschen, gefüllt mit Alkohol, wie eine Geruchskontrolle zeigte.

Alkoholsteuer: Rund 4224 Euro

Aus diesem Grund wurden die beiden Fahrzeuge mit Unterstützung der Bundespolizei Kempten zum Amtsplatz des Zollamts Kempten begleitet und dort die gesamte Fracht entladen. Dabei stellten die Zöllner 20 Kanister (zehn bis 30 Liter), 33 große Flaschen (fünf bis acht Liter) und 133 kleine Flaschen (0,5 bis 2,5 Liter) mit insgesamt 810,5 Liter hochprozentigem Trinkalkohol fest. Da die Fahrer für den ihren Angaben zufolge zur Durchfuhr bestimmten Alkohol keine erforderlichen Dokumente dabei hatten, ist eine Alkoholsteuer in Höhe von 4224,33 Euro entstanden. Die Zollbeamten stellten das Hochprozentige sicher, da die Albaner die Steuerschuld vor Ort nicht begleichen konnten. Außerdem leiteten die Behörden ein Steuerstrafverfahren gegen den Fahrer ein und setzten eine Sicherheitsleistung in Höhe von 7035 Euro für Strafe und Kosten fest.

Bereits am vergangenen Samstag stoppte die KEV einen Kombi, der von Italien kommend 37 Kanarienvögel nach Großbritannien liefern sollte. Da der Transporteur für die Tiere nur unvollständige Dokumente nach dem Gesetz zur Vorbeugung vor und Bekämpfung von Tierseuchen (Tiergesundheitsgesetz) mit sich führte, informierte der Zoll das Veterinäramt Unterallgäu, das die Vögel begutachtete und die weitere Sachbearbeitung übernahm. Der Fahrer konnte anschließend seine Fahrt mit den ordnungsgemäß in Käfigen gehaltenen Vögeln fortsetzen.

kb

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