Gelungene Zusammenarbeit

Hopfenseebühne: Füssener und Augsburger Schauspieler zeigen "Eine exklusive Kaffeefahrt"

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Die Autorin der Komödie „Eine exklusive Kaffeefahrt“, Ulla Kling, mischte auch als Akteurin mit.

Füssen – Eine Premiere, die „eigentlich gar nicht stattfinden dürfte“, hat jetzt Uli Pickls Hopfenseebühne hingelegt. Das Stück „Eine exklusive Kaffeefahrt“, das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Walter Wagners Wirtshaustheater aus Augsburg sowie der Hopfenseebühne, hätte bereits vor drei Monate über die Bühne gehen sollen.

Doch die Corona-Pandemie kam dazwischen. Deshalb erlebten die rund 100 Besucher jetzt die Komödie, bei der auch die Autorin selbst, Ulla Kling, auf der Bühne stand. Die 80 Jahre alte, renommierte Bühnenautorin aus Augsburg, von der Uli Pickls Spielerschar bereits das Stück „Lenz, wo bleibst´ denn?“ aufgeführt hatte, stellte eine zentrale Figur bei der Co-Produktion des Füssener und Augsburger Theaterprojekts dar, dessen Premiere Ende 2019 in der Fuggerstadt stattgefunden hatte. 

Darin werden die Zuschauer Zeugen des gelungenen Teamworks der beiden Laienschauspielgruppen, die nach ihrer Darbietung des gut eineinhalb Stunden lang Dreiakters zu Recht anerkennenden Applaus ernteten. Stellten sie doch recht unterhaltsam die Turbulenzen um eine gründlich misslungene Kaffeefahrt zur Schau. 

Dabei erleiden nicht nur die Kaffeefahrtgäste Frieda Schwippl (Kling), Heiner Schwippl (Walter Wagner), Boris Bammerl (Uli Pickl), dessen Freundin Denise (Johanna Döring) sowie Busfahrer Kurt (Andreas Mayr), Verkäufer Florian Pfeiffer (Johannes Schmitz) und dessen Chefin, die Veranstalterin der Fahrt (Gabi Waibl), einen herben Misserfolg, sondern auch die Wirtsleute Else und Manfred Pickl (Ruth Grybas und Gottfried Schmid-Lindner). 

Waren sie doch auf ungefähr 100 und nicht bloß eine Handvoll Gäste eingetsellt, die in einem klapprigen Kleinbus ohne Heizung an ihrem abgelegenen Gasthaus Station machen. Da war das „Haus Hopfensee“ schon erheblich voller und es herrschte mehr Spaß, weshalb Pickl die Besucher hinterher bat: „Wenn´s ihnen gefallen hat, sagen sie es bitte weiter.“ 

Ulla Kling war auf jeden Fall „zufrieden“ mit der Premiere in Hopfen, zumal die Generalprobe nach ihren Angaben „nicht berauschend“ gewesen sei. Sie selbst brache auch gekonnt ihre mehr als 40-jährige Bühnenerfahrung ein. Mit dem gemeinsamen Auftritt der beiden Ensembles ließ sie außerdem einen großen Wunsch von Uli Pickl in Erfüllung gehen, mit dem sie bei der „Kaffeefahrt“ gemeinsam Regie geführt hat.

lex

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