Hilfe im Notfall

Füssener Bahnhofshalle erhält Defibrillator

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Der Kasten mit dem Defibrillator in der Bahnhofshalle ist neu. Zur „Einweihung” versammeln sich Dr. Christian Stenner (v.r.), Bürgermeister Paul Iacob, Joachim Schmid von der Sparkasse Allgäu und Axel Wittwer aus dem städtischen Bauamt.

Füssen – Einen Defibrillator für Notfälle gibt es jetzt auch in der Füssener Bahnhofshalle. Als Sponsor stellte die Sparkasse Allgäu „gut 2000 Euro für das Gerät bereit“, wie Joachim Schmid von der Füssener Filiale bei der Einweihung erklärte.

Dr. Christian Stenner aus der Gemeinschaftspraxis im Gebäude, hatte angeregt, auch im Bahnhof einen Defibrillator zur Verfügung zu stellen. Es geschehe jeden Monat zwei bis drei Mal, berichtete der Facharzt vor Ort, „dass Beschäftigte, zum Beispiel aus der Apotheke, bei uns in der Praxis klingeln, um ärztliche Hilfe für eine Person in Not zu holen“. Ein Defibrillator soll den natürlichen Herzrhythmus wiederherstellen, wenn eine Person lebensbedrohliche Rhythmusstörungen hat. Dazu gibt das Gerät über Elektroden auf der Brust des Betroffenen Stromstöße ab. In der Ersten Hilfe kommen sogenannte automatisierte externe Defibrillatoren (AED) zum Einsatz. Sie sind so konzipiert, dass sie auch ein medizinischer Laie bedienen kann. 

Im kleinen Kreis vor dem roten Kästchen, den ein internationales Symbol als Defibrillator ausweist, betonten die Versammelten: man könne nichts falsch machen im Umgang mit dem medizintechnischen Gerät. Laut Stenner löse es nur Stromstöße aus, „wenn diese wirklich gebraucht werden“. 

Bei der Einweihung waren auch Bürgermeister Paul Iacob (SPD) und Axel Wittwer aus der Stadtverwaltung vor Ort. Laut ihren Angaben gebe es bisher fünf Defibrillatoren an zentralen Orten in Füssen – zum Beispiel in der Stadtapotheke. Auch die Tourist-Info Weissensee habe jetzt ein solches Gerät erhalten. 

Die Versammelten waren sich einig, dass es notwendig sei, möglichst viele Leute über die Handhabe zu informieren. Tritt ein Notfall ein, gilt es erst einmal das Gerät aus dem Kasten zu holen. Anschließend kleben die Helfer die Elektroden nach Anleitung im Brustbereich des Patienten auf, bevor sie die (Sprach-)Anweisungen des Geräts folgen. Wichtig: Wer den Defi einsetzt, muss sich strikt an die Sprachanweisungen des Geräts halten. Dann könne der Ersthelfer überhaupt nichts falsch machen. Dabei gilt allerdings: Abstand halten, während das Gerät den Herzrhythmus des Patienten analysiert oder Stromstöße abgibt. 

Sind zwei Ersthelfer vor Ort, teilt sie sich die Aufgaben: während der eine den „Defi” aus dem Kasten holt, beginnt der andere schon mit der Reanimation der betroffenen Person per Handmassage.

cf

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