Diakonieverein feiert 50. Geburtstag

Vorsitzender Pfarrer Joachim Spengler (links) zusammen mit seinem Vorgänger Hans Draesner (Mitte) und Bayerns Diakonievorsitzendem Heinrich Götz bei der Feierstunde in der evangelischen Christuskirche. Foto: ed

Füssen – Die Geschichte des evangelischen Diakonievereins Füssen, der kürzlich sein 50-jähriges Bestehen feierte, begann am 5. Januar 1964 im Hotel „Alte Post“ (heute Kaufhaus Woolworth) in der Reichenstraße. Der damalige Pfarrer Wolfgang Niederstraßer gründete den Verein.

Niederstraßer hatte frühzeitig erkannt, dass die ambulante Alten- und Krankenpflege besser organisiert werden muss und regte unter diesem Gesichtspunkt an, diesen Verein zu gründen. Eine der ersten Amtshandlungen des jungen Vereins war, die Arbeit von Gemeindeschwester Margarete Gollan zu erleichtern, indem sie mit einem Auto ausgestattet wurde. Bisher tat sie ihren Dienst bei jedem Wetter mit dem Fahrrad. 

Daran erinnerte im Rahmen eines Festgottesdienstes in der evangelischen Christuskirche Altpfarrer Hans Draesner als Nachfolger von Pfarrer Niederstraßer. Er war es auch, der zusammen mit der Caritas 1980 und dem katholischen Geistlichen Schuler und Steiger die kath.-evang. Sozialstation aufbaute. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Diakonievereins. 

Zuvor hatte Bayerns Vorsitzender des diakonischen Werkes, Heinrich Götz, das 50-jährige Bestehen in seiner Festpredigt in soweit gewürdigt, dass der Verein in den fünf Jahrzehnten nicht immer nur goldene sondern auch schwierige Zeiten durchgemacht hat. „Wachsam sein gegenüber dem, was geschieht in dieser Welt, glaubensgewiss der Zukunft entgegen gehen und das eigene Tun und Lassen von Liebe bestimmt sein lassen“ – das sei Diakonie, nämlich Kirche in Wort und Tat. 

Füssens evangelischer Pfarrer Joachim Spengler, zugleich Vorsitzender des Diakonievereins, betonte in kurzen Worten, dass Diakonie und Gemeinde untrennbar miteinander verbunden sind. Seit einem halben Jahrhundert halte die Solidarität mit Hilfe suchenden Jungen und Alten an. „Deren Arbeit geschehe meist im Verborgenen und soll an einem Tag wie diesem auch einmal öffentlich gemacht werden“ sagte er. Der Verein unterstützt unter anderem die evangelische Kindertagesstätte und die Füssener Tafel, setzt sich für bedürftige Familien und Alleinstehende ein und fördert die Angebote für Kinder in der Kirchengemeinde und in den Schulen. 

„Aus den Anfängen gewachsen, hat sich das Aufgabenspektrum der Diakonie nicht nur in unserem Land, sondern auch in Füssen verändert und ist wesentlich breiter aufgefächert und das soziale Engagement aus unserer Stadt nicht mehr wegzudenken.“ Dafür gelte es Dank abzustatten, erklärte Füssens Bürgermeister Paul Iacob. Als Gratulant zu dem Vereinsjubiläum bedankte sich auch Siegfried Lecher als Vorsitzender des Aufsichtsrates der kath.-evang. Sozialstation. „Die Mitglieder des Diakonievereins haben sich bei ihrem engagierten Einsatz stets von ihrer christlichen Verantwortung im Geist der Ökumene leiten lassen – und das bis auf den heutigen Tag,“ betonte er. ed

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