Bereit für den Endspurt

Machen gemeinsam Werbung für ihren SPD-Kandidaten Martin Schulz bei der Europawahl: Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wengert (v.l.), der 2. Vorsitzende der SPD Füssen, Achim Crede, Füssens Bürgermeister Paul Iacob, Stadtrat Lothar Schaffrath und Europakandidat Ludwig Faber. Foto: Berkmüller

Füssen – Am morgigen Sonntag ist Europawahl. Dass diese Wahl von Bedeutung ist, hat die SPD Füssen am Montag deutlich gemacht: Sie lud zur Veranstaltung mit dem allgäu-schwäbischen SPD-Europakandidaten Ludwig Faber, dem Landtagsabgeordneten Dr. Paul Wengert und Füssens Bürgermeister Paul Iacob ein.

„Europa bedeutet Chance und Hoffnung. Im Europäischen Parlament haben wir Sozialdemokraten die Möglichkeit, Europa besser zu machen“, erklärte Wengert. „Zum ersten Mal ist der Kandidat für das Präsidentenamt direkt wählbar“, hob Achim Crede, 2. Vorsitzender der Füssen-SPD, hervor. Denn Martin Schulz, SPD-Spitzenkandidat für das Amt des EU-Kommissions-Vorsitzenden, ist Mitglied des EU-Parlaments. Somit können die Wählerinnen und Wähler mit ihrer Stimme für die SPD ein Votum für ihn und seine Europapolitik geben. Bisher haben die Regierungschefs hinter verschlossenen Türen beschlossen, wer diesen Posten bekommt.

Angst vor Splitterparteien 

Als „Schwächung des europäischen Gedankens“ sieht Wengert das Urteil des deutschen Verfassungsgerichtes über den Wegfall der Sperrklausel. „Es droht die Gefahr, zugunsten von Splittergruppen Mandate abzugeben.“ Umso wichtiger sei es, seine Stimme am Sonntag der Partei seines Vertrauens zu geben. Im Gegensatz zu den vorangegangenen nationalen und regionalen Wahlen ist es nicht möglich, bestimmte Personen in das Europaparlament zu wählen. 

Aus dem Nähkästchen 

Auch um den Bürgerinnen und Bürgern die Bedeutung des Europaparlamentes näher zu bringen, berichtete SPD-Europakandidat Ludwig Faber aus der Geschichte der EU, aus seiner wirtschafts- und finanzpolitischen Sicht. Dabei ging es um die Einführung des Euros, damit einhergehende Probleme und die Bedeutung eben des Parlamentes, auf Entscheidungen auch diesbezüglich Einfluss zu nehmen. 

Nach dem Europakandidaten machte Füssens Bürgermeister Paul Iacob noch einige kritische Anmerkungen, auch als Anregung für die sich anschließende Diskussion, in der es um Mythen und Fakten zu Glühbirnenverordnung, Lobbyismus und Nicht-Kennzeichnung von Honig aus gentechnisch verändertem Nektar ging. 

Als Fazit der Veranstaltung hob die SPD Füssen noch einmal die Bedeutung der Europawahl hervor, als Wahl für Martin Schulz, „einen Europa-Reformer“, und damit auch als Abstimmung über das „Jahrhundert-Großprojekt Europäische Union“. ab

Meistgelesen

Eiskalt durch den Dreck
Eiskalt durch den Dreck
Taliban-Kommandeur im Ostallgäu festgenommen
Taliban-Kommandeur im Ostallgäu festgenommen
In die Leitplanke
In die Leitplanke
Ullrich bleibt BdS-Vorsitzender
Ullrich bleibt BdS-Vorsitzender

Kommentare