"Schwierige Situation"

Nicht nur zur Karnevalszeit gutgelaunt: Der Vorstand des Faschingsvereins Füssen mit Anne Berkmüller (v. l.), Roland Berkmüller, Gerhard Hitzlberger, Sylvia Winkelmeyer, Jessica Schneider, Thomas Michel und Marion Michel. Foto: lex

Füssen – Wer vielleicht angenommen hatte, bei einem Karnevalsklub ginge es nur darum lustig zu sein, der wurde bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des Faschingsvereins Füssen (FVF) eines Besseren belehrt. Vereinsarbeit gehört auch dazu. Dazu kommen Sorgen um die Entwicklung der Mitgliederzahl.

Bei den anstehenden Neuwahlen gab es angesichts der lockeren, familiären Atmosphäre keine Meinungsverschiedenheiten. Nachdem Peter Koller sein Amt als Schriftführer niedergelegt hatte, wählten die begeisterten „Narren“ Anne Berkmüller zu seiner Nachfolgerin. Erster Vorsitzender bleibt ihr Ehemann Roland Berkmüller. Da auch Gerhard Hitzlberger nach drei Jahren wieder zum zweiten Vorsitzenden und Sylvia Winkelmeyer zur Kassiererin gewählt wurden, gab es in dieser Hinsicht ebenfalls keine Änderungen. Neu im Vorstand des Faschingsvereins ist dagegen Jessica Schneider, die neben Marion und Thomas Michel in den Kreis der insgesamt drei Beisitzer berufen wurde und künftig als Jugendwartin fungiert. 

Ihre Tätigkeit wird wohl von einigen Änderungen betroffen sein, die Roland Berkmüller zuvor in seinem Rückblick auf das abgelaufene Vereinsjahr sowie seinem Ausblick auf die Zukunft skizzierte. Dabei betonte er unter anderem, dass der „Verein vor einer schwierigen Situation“ stehe und sich die Mitgliederzahl seit den letzten Wahlen 2011 „auf 60 reduziert“ habe, wofür es „vielfältige Gründe“ gebe. 

Trotzdem äußerte er sich optimistisch, was künftige Projekte des Vereins angehe, die ganz unter der Devise stünden, ein nachhaltiges und traditionelles Faschingstreiben in Füssen wiederzubeleben, „mit dem sich sowohl Füssener als auch Auswärtige identifizieren können.“ Demzufolge erklärte er: „Das werden wir schaffen.“ 

Ferner solle auch der Mitgliederstamm erweitert werden, während man wieder einen regelmäßigen Faschingsumzug durch die Stadt stattfinden lassen und daran arbeiten wolle, „dass wir wieder zum Faschingsendspurt ins Rathaus kommen“, was in der jüngsten Vergangenheit nicht mehr der Fall war. Ein Karnevals-Dreigestirn werde es hingegen nicht mehr geben, da dieses „in der Vergangenheit in Füssen zum Teil auf einiges Unverständnis gestoßen“ sei. Davon abgesehen wolle der FVF seine Faschingsaktivitäten am „Rußigen Freitag“ ausklingen lassen, unterstrich Berkmüller hinsichtlich der Zukunft. 

Darüber hinaus äußerte er den Wunsch, dass der Verein „regen Austausch mit unseren Freunden in Helen/Georgia in den USA“ pflege. Wie positiv die finanzielle Grundlage des Vereins für alle diese Vorhaben ist, machte anschließend Schatzmeisterin Winkelmeyer deutlich, die der Versammlung in ihrem Kassenbericht einen vorläufigen Gewinn von rund 1660 Euro aus der Vergangenheit verkündete. Diesbezüglich wies Berkmüller darauf hin, dass man dieses Geld „für unseren Vereinszweck ausgeben“ müsse, bevor er hervorhob: „Wir sind durchaus ein cooler Verein.“lex

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