Gelungener Abschluss des Füssener Faschingsvereins

300 Teilnehmer beim Füssener Nachtumzug

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Allen voran: Vorsitzender Roland Berkmüller mit Katja Raaz als „Füssener Muckl“ beim Nachtumzug am Rußigen Freitag in der Altstadt.

Füssen – Der gut organisierte Nachtumzug des Faschingsvereins konnte verbergen, dass der junge Verein in der Krise steckt. Vier ehrenamtliche Vorstandsposten sind demnächst zu besetzen (der Kreisbote berichtete).

Dass der Verein höchstwahrscheinlich vor seiner Auflösung steht, war dem Spektakel am Freitagabend in der Altstadt allerdings nicht anzumerken: mit insgesamt 300 Teilnehmern in 25 Fußgruppen wurde nach dem pünktlichen Start um 19.11 Uhr an der Morisse etwas später am Stadtbrunnen und danach am Schrannenplatz gefeiert. 

Dort, wo die mit reichlich Humor gesegneten „Schindauer“ traditionell feiern, heizte der bekannte DJ Lars Peter Schwarz die Stimmung weiter an. Ein Wort zum Wetter darf nicht fehlen: Es war ziemlich nasskalt und als der mit handgemachter Musik begleitete Marsch der Masken richtig in die Gänge kam, setzte heftiger Regen ein. 

Was Vorsitzender Roland Berkmüller im Gespräch mit dem Kreisbote rückblickend so kommentierte: „Das tat der guten Stimmung keinen Abbruch.“ An Berkmüllers Seite an der Spitze des Zuges: die quicklebendige Katja Raaz als „Füssener Muckl“.

 Erneut fiel „dem Muckl“ eine für den Erfolg des Nachtumzugs wichtige Rolle zu: nämlich spontan Kontakt mit den am Straßenrand stehenden Zuschauern aufzunehmen und ihnen sogleich ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Es waren nicht die „Schindauer“, wie eine einheimische Dame vermutet hatte, die den Nachtumzug auf die Beine gestellt hatten. 

Die „Schindauer“ bildeten aber den krönenden Abschluss aller Fußgruppen, die der Veranstalter bewegen konnte, mitzumachen. Der Einladung gefolgt waren unter anderem auch die Gardemädchen aus Schwangau. Mit der Schwangauer Prinzessin Corinna gab Prinz Harry I. darüber hinaus Füssen die Ehre. Hexen und „Deibel“aus anderen Vereinen waren zum Gruseln schön. 

Was wäre ein Nachtumzug ohne Musikanten, deren Rhythmen sofort in die Beine gehen? Ebenso wie die besonders lautstarke und längst legendäre „Kaiser Wilhelm Gedächtniskapelle“ gehören auch die Günzburger „Blechbätsch`r“ als Stimmungsmacher dazu. Einfach und genial ist ihre, den Instrumentalisten enorm kraftsparende Idee, die Schlagzeuge auf Rollen zu montieren.

cf

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