Dadurch entstehen allerdings höhere Kosten für den Eigenbetrieb

Weniger Emissionen auf dem Forggensee

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Die MS Füssen und die MS Allgäu werden künftig mit dem umweltschonenden Kraftstoff GTL auf dem Forggensee unterwegs sein. Dadurch werden laut Schifffahrtsleiter Helmut Schauer die Emissionen gesenkt.

Füssen – Die Forggensee-Schifffahrt will ihren Teil zum Umweltschutz beitragen. Deshalb setzt sie künftig auf den umweltschonenden Kraftstoff GTL (Gas-to-Liquids).

Damit sollen die Emissionen gesenkt und so die Luftqualität verbessert werden. Das gab jetzt Schifffahrtsleiter Helmut Schauer im Werkausschuss bekannt. „Durch den Einsatz von GTL werden Stickoxide, Schwefeloxide und Feinstaub im Vergleich zu herkömmlichen Diesel reduziert“, heißt es in den Sitzungsunterlagen. GTL werde zwar aus Erdgas hergestellt, was streitbar sei, so Schauer. Aber: „Irgendwas müssen wir machen. Besser als der normale Schiffsdiesel ist es allemal.“ 

Denn der Kraftstoff sei restlos biologisch abbaubar und falle damit in die Wassergefährdungsklasse 1. Daneben sei er fast geruchlos und sorge für ein geringeres Motorengeräusch. Ein weiterer Vorteil: Für die Umstellung muss die Forggensee-Schifffahrt nichts in die bereits vorhandene Infrastruktur investieren. „Der Tankwagen kommt und füllt den Tank im Boot auf“, erklärte Schauer. 

GTL sei zudem problemlos bei den neuen und älteren Dieselfahrzeugen einsetzbar. „All dies fördert die Besucherzufriedenheit und hilft uns, den Einfluss unserer Maschinen auf die Umwelt zu verringern“, heißt es weiter in den Unterlagen. Daneben fahren bereits die meisten Boote auf den Amsterdamer Kanälen und auch die Bayerische Seenschifffahrt mit GTL, so Schauer. Und auch die Donauschifffahrt in Passau stelle gerade um. 

Höhere Kosten

Einen Nachteil hat der neue Kraftstoff allerdings: Er ist teurer. Zahlte der städtische Eigenbetrieb bisher 70 bis 80 Cent pro Liter Diesel, sind es jetzt 19 Cent mehr. Bei 45.000 Liter Sprit im Jahr ist das eine Kostensteigerung von 7000 bis 8000 Euro. „Die Umwelt muss es uns wert sein“, meinte jedoch Schauer. „Es ist ein Schritt nach vorne.“ Zumal es der Eigenbetrieb wirtschaftlich verkraften könne. Und vielleicht kommt er dadurch sogar bei der Haftpflichtversicherung günstiger weg, wie Gerlinde Wollnitza (FWF) anmerkte. „Das wissen wir noch nicht“, antwortete der Schifffahrtsleiter. Aber: „Wir werden das aufnehmen.“

kk

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