Pletzer Gruppe und Profile Projektmanagement aus Füssen übernehmen beliebte Bahn am Hahnenkamm

Reuttener Seilbahnen haben neue Eigentümer

Seilbahn im Sommer
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Lange war ungewiss, wie es mit den Reuttener Seilbahnen GmbH & Co KG weitergeht. Im Sommer hatte Eigentümer Peter Gerber angekündigt, die Bahn verkaufen zu wollen.

Reutte/Füssen – Die Pletzer Gruppe aus Hopfgarten im Brixental steigt mit sofortiger Wirkung als Mehrheitseigentümer bei der Reuttener Seilbahnen GmbH & Co KG ein. Weitere Eigentümerin ist die Füssener Profile Projektmanagement GmbH um Geschäftsführer Fritz Schweiger. Beide wollen die Bahn, die heuer vor allem Negativ-Schlagzeilen produzierte, wieder in ruhige Fahrwasser lotsen.

Auch die neue Betriebsleitung soll in den nächsten Wochen fixiert werden, anschließend beginnen die Revisionsarbeiten, heißt es auf der Homepage der Reuttener Seilbahnen. „Das Engagement außerhalb der Region sowie der Sprung über den Fernpass sind auch für unsere Unternehmensgruppe Neuland“, wird KR Anton Pletzer auf der Seite zitiert. „Die vielen positiven Gespräche, die ich in den letzten Monaten geführt habe, sowie die Verbundenheit der Menschen mit dem Hahnenkamm, haben mich am Ende überzeugt. Ich möchte dazu beitragen, dass die Bahn wieder in ruhige Fahrwasser kommt und einen Nutzen für die Region stiftet“, so Anton Pletzer weiter. 

Know how aus Füssen

Die Pletzer Gruppe mit Stammsitz in Hopfgarten im Brixental ist nach eigenen Angaben bereits Betreiber und Eigentümer der Bergbahn Hohe Salve als Teil der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental sowie der Bergbahn Pillersee. Ein weiteres Projekt ist demnach der Ausbau des größten Skigebiets Deutschlands im Sudelfeld. Zuletzt hat die Pletzer Gruppe dort auch ein neues Hotel eröffnet.

Die Profile Projektmanagement GmbH aus Füssen steuert vor allem Knowhow im Bereich Gastronomie sowie in der Entwicklung touristischer Konzepte und als Projektmanager in der Baubranche bei. Jüngste Projekte sind die „Cillihütte“ am Hahnenkamm und das Restaurant & Parkareal „Seehaus“ in Hopfen am See.

Im Moment laufen die Vorbereitungsarbeiten am Hahnenkamm auf Hochtouren. Ab Dezember 2020 soll, sowie als möglich, wieder ein regulärer Skibetrieb gewährleistet sein.

Langer Streit

Bislang war dieses Jahr aus Sicht des Seilbahn-Unternehmens vor allem von zahlreichen Negativ-Schlagzeilen geprägt. Wegen eines anhaltenden Streits zwischen dem vorherigen Eigentümer Peter Gerber und Höfens Bürgermeister Vinzenz Knapp stand die Bahn im vergangenen Winter zeitweise still.

Im Sommer schließlich enthob die oberste österreichische Seilbahnbehörde das Unternehmen wegen der Corona-Krise von der Betriebspflicht. Gerber kündigte daraufhin an, die Bahn verkaufen zu wollen (der Kreisbote berichtete mehrfach ausführlich).

kb

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