Mehr Platz für die Gastronomie

Füssener Gastronomen dürfen heuer ihre Freischankflächen erweitern

Stühle und Tische eines Restaurants stehen im Außenbereich.
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Um der Gastronomie unter die Arme zu greifen, will die Füssener Stadtverwaltung den Restaurants eine Vergrößerung ihrer Feischankflächen erlauben.
  • Matthias Matz
    vonMatthias Matz
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Füssen – Coronabedingt waren alle Gastronomiebetriebe in den vergangenen Monaten für Gäste geschlossen. Wegen der sinkenden Infektionszahlen darf die Außengastronomie bald wieder öffnen. Um den Betrieben unter die Arme zu greifen, will die Stadtverwaltung den Restaurants eine Vergrößerung ihrer Feischankflächen erlauben. Das kündigte Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) am Dienstagabend im Stadtrat an.

„Diese Lockerung ist für unsere Gastronomen aber auch für unsere Tourismusregion immens wichtig, da sie in den letzten Monaten enorme Umsatzeinbußen erlitten haben“, heißt es dazu seitens Eichstetters in einer anschließenden Pressemitteilung vom Mittwoch. „Unsere Gasthäuser, Restaurants und Cafés sind für das Lebensgefühl der Menschen im Füssener Land wichtig und prägen unser Bild nach außen.“ Daher solle gerade diese besonders von der Corona-Krise gebeutelte Branche gezielt und unbürokratisch unterstützt werden.

Die Stadt Füssen will dort, wo es möglich ist, den Gastronomiebetrieben eine Vergrößerung der Freischankfläche ermöglichen. „Mit diesen Maßnahmen wollen wir den Gastronomen helfen, da weiterhin die Abstandsregeln gelten und deshalb Tische und Stühle weiter auseinandergerückt werden müssen”, erläutert der Rathauschef. Mit der erweiterten Freischankfläche können Cafés und Restaurants in der Stadt unter Einhaltung der Abstandsregeln eine größere Zahl an Gästen bewirten, als dies auf der aktuellen Fläche möglich wäre.

Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass für den jeweiligen Betrieb bereits eine genehmigte Freischankfläche existiert und dass die Rettungs-, Geh- und Radwege freigehalten werden. Deshalb muss sich jeder Betrieb zunächst an die örtliche Verkehrsbehörde bei der Füssener Stadtverwaltung wenden. Diese prüft dann schnellstmöglich jeden einzelnen Fall.

Heuer kein Verzicht

Die Erweiterung der Freischankfläche bringt für die Gastronomen zusätzliche Gebühren mit sich. Im vergangenen Jahr hat der Stadtrat im September für das Jahr 2020 beschlossen, dass die Sondernutzungsgebühren für die Freischankflächen erlassen werden, obwohl das Landratsamt als Rechtsaufsichtsbehörde hiergegen Bedenken angemeldet hatte. Dadurch verzichtete die Stadt auf rund 45.000 Euro.

Dieses Jahr sei dies nicht mehr möglich. „Das dürfen wir leider nicht mehr“, erläuterte der Bürgermeister im Stadtrat und verwies auf das Landratsamt. Der Erlass der Sondernutzungsgebühren für die genehmigten Freischankflächen konnten somit nur für 2020 erlassen werden. Daher ist die Stadt in diesem Jahr verpflichtet, die Freischankflächen sowie die Erweiterungen kostenpflichtig zu belassen.

Fußgängerwege dürfen nicht verschmälert werden

Im Stadtrat betonte Eichstetter, dass eine Verschmälerung der Fußgängerwege durch Freischankflächen nicht möglich ist. Eine Restgehwegbreite von mindestens 1,50 Meter zwischen Tischen und Bordstein bzw. Fußgängerbereich dürfe nicht unterschritten werden, da schließlich Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwägen passieren können müssen. Es müsse unbedingt vermieden werden, dass Fußgänger auf die Straße ausweichen müssen oder nicht mehr durchkommen. Darüber hinaus müsse stets für ausreichend Platz für Rettungswagen und die Feuerwehr gesorgt werden. Das habe im vergangenen Jahr nicht immer geklappt.

Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass die Erweiterung der Freischankflächen nur für 2021 gilt. Ab dem kommenden Jahr 2022 gelten wieder die üblichen Regelungen nach den städtischen Satzungen.

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