Feierlicher Appell

Neuer Name, alte Aufgaben

+
Abschreiten vor dem Ende des Appells in der Allgäu Kaserne: Kommandeur Horst Müller (rechts) mit Brigadegeneral Ernst-Otto Berk.

Füssen – „Der heutige Appell steht unter dem Vorzeichen der Veränderung“, betonte vor den angetretenen Kompanien und Gästen Oberstleutnant Holger Müller am Donnerstagnachmittag auf dem sonnenüberfluteten Appellplatz der Allgäu Kaserne.

Vor dem Hintergrund der Bundeswehrreform erhielt das Gebirgslogistikbataillon 8 am Donnerstag einen neuen Namen: Künftig nennen sich die Füssener Logistiker Gebirgsversorgungsbataillon. Die Umbenennung des Bataillons vollzog Brigadegeneral Ernst-Otto Berk. 

Der stellvertretende Divisionskommandeur war eigens dafür aus Veitshöchheim zu den stationierten Kompanien ins Allgäu gekommen. „Der Auftrag des Bataillons“, betonte der Brigadegeneral „ist die Versorgung aller Verbände und Brigaden“ mit Gütern. Die weiteren Aufgaben seien das Umschlagen und Lagern, der Transport sowie – nicht zuletzt – die Instandsetzung von Material. Anschließend lobte Berk die Füssener Truppe. Er bezeichnete die Soldaten als „Einsatz erfahren“. 

Das Bataillon, unterstrich Berk, habe sein Leistungsvermögen „nachhaltig unter Beweis gestellt“. Der Personalumfang werde künftig kleiner sein, „als es zuvor das Logistikbataillon war“. Aber das Bataillon werde „zugleich flexibler in der Aufgabenerfüllung und in der Leistungsfähigkeit sein. Das äußere Zeichen des Bataillons sei das neue Fahnenband. Berk heftete das Band an die Truppenfahne. 

Große Veränderungen 

Unter dem neuen Namen und mit der so ergänzten Fahne werde diese Einheit „grundlegende Strukturveränderungen“ erfahren, so Müller schon zu Beginn des über einstündigen Appells, an dem sich ein Biwak anschloss. 

Neben seinen beiden Standorten Füssen und Mittenwald wird das Bataillon künftig auch mit einer Kompanie in Bad Reichenhall vertreten sein, betonte der Kommandeur. Dort sei bekanntlich „die Heimat unserer vorgesetzten-Dienststelle“. Das ist, wie die Gäste des Appells erfahren konnten, die Gebirgsjägerbrigade 23. „Als Teil dieser Gebirgsjägerbrigade“, so Oberstleutnant Müller, „unterscheiden wir uns von den anderen Logistikbataillons der Bundeswehr und das ist gut so!“ 

Müller, der im Januar dieses Jahres in die Dienstgeschäfte als Kommandeur in der Allgäu Kaserne eingewiesen wurde, war die Vorgeschichte des Bataillons, das in seiner Traditionslinie ab 1958 zahlreiche Veränderungen erfahren habe, einige Sätze wert. Am Standort Sonthofen sei damals das Feldzeugausbildungsbataillon aufgestellt worden. Danach habe es „Anpassungen gegeben“. Diese spiegelten sich „in der jeweiligen Gliederung“ und zudem im Bataillons-Namen wider. Was jetzt auf die Füssener Soldaten zukomme, sei „keine neue Erfahrung“, unterstrich der Kommandeur in seiner Rede, „sondern stellt bereits Erlebtes dar“. 

Zu wenig Personal 

Trotz einer angespannten Personallage“ sei es laut Oberstleutnant Müller gelungen, die zum Teil „hohe Auftragsdichte zu stemmen“. Der Kommandeur rief abschließend dazu auf, das „Wir-Gefühl“ noch weiter zu stärken. Für die musikalische Gestaltung des feierlichen Appells sorgte das Heeresmusikkorps Ulm mit zünftigen Märschen.

Chris Friedrich

Auch interessant

Meistgelesen

Die Freiheit eines Christen
Die Freiheit eines Christen
Motorradfahrer schwer verletzt
Motorradfahrer schwer verletzt
Spezieller Jahrgang macht den Direktor stolz
Spezieller Jahrgang macht den Direktor stolz
Sex-Attacke auf 15-Jährige
Sex-Attacke auf 15-Jährige

Kommentare