Feierlicher Appell

Dienst in einer der gefährlichsten Regionen

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Stillgestanden: Das Gebirgsversorgungsbataillon verabschiedet in Nesselwang seine Kameraden. Das Ortsschild des Marktes wird die Füssener Soldaten in ihren Einsatz im afrikanischen Mali begleiten.
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Stillgestanden: Das Gebirgsversorgungsbataillon verabschiedet in Nesselwang seine Kameraden. Das Ortsschild des Marktes wird die Füssener Soldaten in ihren Einsatz im afrikanischen Mali begleiten.
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Stillgestanden: Das Gebirgsversorgungsbataillon verabschiedet in Nesselwang seine Kameraden. Das Ortsschild des Marktes wird die Füssener Soldaten in ihren Einsatz im afrikanischen Mali begleiten.
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Stillgestanden: Das Gebirgsversorgungsbataillon verabschiedet in Nesselwang seine Kameraden. Das Ortsschild des Marktes wird die Füssener Soldaten in ihren Einsatz im afrikanischen Mali begleiten.
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Stillgestanden: Das Gebirgsversorgungsbataillon verabschiedet in Nesselwang seine Kameraden. Das Ortsschild des Marktes wird die Füssener Soldaten in ihren Einsatz im afrikanischen Mali begleiten.

Nesselwang – „Meine ganz persönliche Verantwortung für ihren Ausbildungsstand nehme ich sehr ernst!“ Mit diesen Worten verabschiedete Batallionskommandeur Oberstleutnant Dr. Eric Offermann 60 Soldatinnen und Soldaten des Gebirgsversorgungsbataillons 8 im Kurpark.

Diese lösen Mitte Mai das vierte Einsatzkontingent aus Mittenwald ab, die bereits seit Februar in Mali im Einsatz sind. Mit anwesend bei der Verabschiedung waren zahlreiche Angehörige und Freunde der Soldatinnen und Soldaten, Vertreter der Marktgemeinde, Abordnungen des Stabes und der Schwesterkompanien.

 „Die Anwesenheit der Angehörigen ist ein Zeichen der Verbundenheit mit der Bundeswehr. Sie geben ihrem Ehemann, ihrer Ehefrau, ihrem Lebensgefährten oder ihrer Lebensgefährtin, ihrem Freund oder ihrer Freundin, ihrer Mutter oder ihrem Vater damit Rückhalt, der in der Zeit des Einsatzes, der auch eine Trennung auf Zeit vom gewohnten Umfeld bedeutet, von immenser Bedeutung ist“, so Dr. Offermann bei dem Appell. Das zur Gebirgsjägerbrigade 23 gehörende Gebirgsversorgungsbataillon 8 ist mit seinen fünf Kompanien in den Standorten Bad Reichenhall, Mittenwald und Füssen stationiert. 

Das Gebirgsversorgungsbataillon 8 übernimmt mit bis zu 200 Soldatinnen und Soldaten den Kern der Unterstützungskompanie der UN-Mission MINUSMA (Mission multidimensionnelle intégrée des Nations Unies pour la stabilisation au Mali) in Gao, einer Stadt im Nordosten Malis am Ufer des Niger. 

Besondere Beziehung

 Am Donnerstagabend wurde nun das fünfte Einsatzkontingent in Nesselwang verabschiedet. Die besondere Beziehung zu Nesselwang besteht seit zehn Jahren. Im Januar 2007 wurde der Markt Nesselwang Patenort des Gebirgsversorgungsbataillon 8 in Füssen. Oberstleutnant Offermann betonte in seiner Rede die besondere Beziehung zwischen dem Bataillon und Nesselwang. 

Er dankte Bürgermeister Franz Erhart für die gelebte und aktive Patenschaft und das der Bürgermeister der Marktgemeinde gleich dazu bereit war, die Verabschiedung in Nesselwang vorzunehmen. 

Dank an Ausbilder

 Offermann dankte ebenfalls Major Alexander F., dem Kompaniechef der 3. Kompanie und dem Spieß, Oberstabsfeldwebel Stefan S. Die beiden waren die Verantwortlichen in der Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten für diesen Auslandseinsatz.

 „Der Einsatz ist nicht ohne Risiko“, so der Bataillons-Kommandeur. „Wir haben Sie sehr gewissenhaft und intensiv auf die möglichen Situationen vorbereitet, mit denen Sie konfrontiert werden könnten“, sagte er. „Sie nehmen einen gut gefüllten Rucksack an Handlungstraining mit, einen Rucksack, der alles enthält, was Sie zum Bestehen im Einsatz benötigen“. 

Im Gefechtsübungszentrum Letzlingen wurden die Soldatinnen und Soldaten dahingehend in verschiedene Einsatzszenarien trainiert. Er wünschte ihnen viel Soldatenglück und das alle gesund und heil zurückkommen. Pfarrer Max Hieble verabschiedete die Soldatinnen und Soldaten und bat um Schutz vor Attentaten und Anschlägen. „Sie sind ein wichtiger Teil für den Frieden und Stabilität in ihrer Einsatzregion“, so der Geistliche. 

Nesselwangs Bürgermeister Franz Erhart erinnerte sich an seine Dienstzeit bei der Bundeswehr in den 70er Jahren zu Zeiten der RAF. „Das ist kein Vergleich zu heute, in der sie ständig wechselnden Situationen ausgesetzt sind“, so Erhart. „Meine Hochachtung und meinen Respekt für den Dienst in einer der gefährlichsten Regionen Afrikas“. Ihr Einsatz diene der Stabilisierung der Region und liege damit im Interesse aller. „Die Welt wird nicht sicherer“. Er wünschte dem Kontingent viel Soldatenglück und eine glückliche Heimkehr. 

Erhart überreichte dem Kompaniechef der Patenkompanie, Major Alexander F., stellvertretend im Namen des Marktes ein Ortsschild als Erinnerung an die Patengemeinde. 

"Belastende Situation"

 Die Harmoniemusik unter der Leitung von Helmut Wittmann sorgte für die musikalische Umrahmung des Appells. „Es ist nicht leicht für uns“, so Klaus Geiger, Bruder eines Soldaten, der in den Einsatz nach Mali geht, am Ende des Appells. In der Familie sei viel über den Einsatz und alle Eventualitäten gesprochen worden. „Es ist für die Familie und Freunde eine belastende Situation, in der auch eine große Portion Angst dabei ist“, so Geiger. 

Bei ihm waren auch weitere Familienangehörige und Freunde bei der Verabschiedung. Eine große Herausforderung für die Soldaten ist vor allem die Hitze in dem Binnenstaat südlich der Sahara. Die Tagestemperatur klettern zum Teil auf über 50 Grad in der Sonne. 

Das deutsche UN-Mandat wurde Anfang des Jahres vom Bundestag für ein weiteres Jahr verlängert. Bis zu 1000 Soldaten werden von Deutschland nach Mali entsendet. Insgesamt sind bis zu 11.000 Soldaten und 1500 Polizeikräfte mit UN-Mandat im Einsatz. Der Einsatz steht derzeit unter belgischer Führung.

Herbert Hoellisch

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