Zwei Wochen hartes Training

Lehrreich: Füssener Gebirgsversorger üben in Wildflecken

1 von 7
Zwei Wochen lang üben die Füssener Gebirgsversorger auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken verschiedene Gefechtsszenarien.
2 von 7
Zwei Wochen lang üben die Füssener Gebirgsversorger auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken verschiedene Gefechtsszenarien.
3 von 7
Zwei Wochen lang üben die Füssener Gebirgsversorger auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken verschiedene Gefechtsszenarien.
4 von 7
Zwei Wochen lang üben die Füssener Gebirgsversorger auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken verschiedene Gefechtsszenarien.
5 von 7
Zwei Wochen lang üben die Füssener Gebirgsversorger auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken verschiedene Gefechtsszenarien.
6 von 7
Zwei Wochen lang üben die Füssener Gebirgsversorger auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken verschiedene Gefechtsszenarien.
7 von 7
Zwei Wochen lang üben die Füssener Gebirgsversorger auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken verschiedene Gefechtsszenarien.

Füssen/Wildflecken – Vier Kompanien und alle Stabsabteilungen des Füssener Gebirgsversorgungsbataillons 8 waren jetzt auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken, um den Kampf aufzunehmen. Landes- und Bündnisverteidigung standen auf dem zweiwöchigen Trainingsprogramm – Üben für den Ernstfall.

Zunächst übten die Füssener Soldaten dieses Szenario statisch, am nächsten Tag dann mit Beziehen der Stellungen aus dem Versorgungspunkt heraus. In einem solchen Versorgungspunkt wird Logistik betrieben: Reparieren von Fahrzeugen, Anforderung von Materialien über SAP und vieles mehr. Währenddessen überwacht ein Alarmposten die Umgebung. 

Bei Sichtung von Feindkräften werden alle im Versorgungspunkt alarmiert und beziehen unter höchster Vorsicht schnell die zugewiesenen Stellungen. Das Gefecht kann beginnen. „Rechte Halbgruppe Feuer auf erkannten Feind!“, „MG; feindliches Fahrzeug im Vorfeld vernichten!“ Der Gruppenführer hat in solchen Gefechten eine tragende Rolle: die unterstellten Soldaten führen. Eine große Herausforderung, die es unter enormen Stresssituationen zu bewältigen gilt. Alle Kompanien haben die Verteidigungslagen mit Bravour gemeistert. 

In der zweiten Woche sogar in einem dynamischen Gefecht mit Fahrzeugen. Geübt wurde generell mit scharfer Munition. Da darf eine ordnungsgemäße Befehlsausgabe und Einweisung der Sicherheitsgehilfen nicht fehlen. Die Nachbesprechungen und Befehlsausgaben vor dem Schießen werden oftmals unter Nutzung eines sogenannten „Sandkastens“ vorgenommen. 

Übung an der Waffe

Neben den komplexen Gefechtsschießen, die zwei Mal in der Woche für die Soldaten nachts stattfanden, wurden die Füssener Gebirgsversorger auch an den Waffen ausgebildet. Vermittlung von Grundlagen im Umgang mit der Handgranate, Panzerfaust, Granatpistole sowie dem Sturmgewehr G36 und dem kürzlich in die Truppe eingeführten Maschinengewehr MG 5. Übernachtung im warmen Bett? Für viele selbstverständlich, nicht aber für die 3. Kompanie aus Füssen. Die knapp 70 Soldaten der Kompanie müssen, behelfsmäßige Schlafplätze angelehnt an die eigenen Fahrzeuge oder gar ganz im Wald, getreu dem Motto „Gruppenzusammenhalt stärken“, beziehen. 

Während der zwei Wochen fanden sich die Soldaten des Gebirgsversorgungsbataillon 8 allerdings nicht dauerhaft auf den Schießbahnen oder im Biwak-Raum wieder. Mit der Kraftfahrweiterbildung läutete das Wochenende einen besonderen Abschnitt ein. Logistik, mitunter auch das Transportgeschäft, muss gelernt sein. Auf der Geländelehrbahn bildeten Fahrten über Eisenbahngleise, sandigen, steinigen oder auch sehr schlammigen Untergrund die Herausforderungen.

Dabei war es keine Seltenheit, dass Fahrzeuge nicht mehr selbstständig aus dem Matsch kamen. Eine dauerhafte Bergebereitschaft war deshalb unabdingbar. Ein „Liebherr Fahrzeugkran mittel/schwer“ stand dafür zur Verfügung, um die festgefahrenen Lastkraftwagen rauszuziehen.

Eine Kfz-Marschausbildung bei Nacht stand ebenfalls auf dem Übungsprogramm. Dabei durften die Fahrer nur das winzige Tarnlicht benutzen, was kaum Sicht und somit zwei Stunden lang volle Knzentration bedeutete. Fazit: Alle blieben unentdeckt. Zufriedener Chef Der Personalansatz für das gesamte Ausbildungsspektrum lag bei rund 220 Soldaten. Eine gute Gelegenheit für den Kommandeur der Gebirgsversorger, Oberstleutnant Sascha Müller, auf Tuchfühlung mit der Masse seiner Schützlinge zu gehen. 

„Die Motivation eines jeden einzelnen war deutlich spürbar. Die gewonnenen Erkenntnisse der Ausbildungsabschnitte helfen uns für die im kommenden Jahr zu bewältigenden Aufgaben. Diese gilt es nun zu festigen und noch weiter auszubauen“, so Oberstleutnant Müller abschließend. Das nächste Vorhaben des Füssener Gebirgsversorgungsbataillons 8 steht bereits fest: Ende November wird eine Gefechtsstandübung in Füssen und dem Standortübungsplatz Bodelsberg bei Durach im Oberallgäu stattfinden.

kb

Auch interessant

Meistgelesen

Polizei stellt bei Syrern mehrere gefälschte Führerscheine sicher
Polizei stellt bei Syrern mehrere gefälschte Führerscheine sicher
Schleierfahnder stellen neun Kilo Kokain auf der A7 bei Nesselwang sicher
Schleierfahnder stellen neun Kilo Kokain auf der A7 bei Nesselwang sicher
Pläne für Füssener Altstadt: Nachbesserungen sind nötig
Pläne für Füssener Altstadt: Nachbesserungen sind nötig
Xavier Naidoo kommt nach Füssen
Xavier Naidoo kommt nach Füssen

Kommentare